Nur zwei Wochen vor dem Weltcup-Saisonfinale in Lenzerheide (SUI) hat das Verletzungspech nun bei Felix Neureuther zugeschlagen. Letzte Woche noch erfolgreich am heimischen Gudiberg unterwegs, schied der 22-Jährige in Kranjska Gora (SLO) im Riesenslalom am Samstag aus und musste einen Tag später sogar einen schweren Sturz im Slalom einstecken.

Ausgekugelte Schulter
Obwohl er einen Moment am Hang liegen blieb, ging der junge Deutsche zunächst davon aus, dass er ohne größere Verletzungen davon gekommen sei. Diese Vermutung bestätigte sich leider nicht. Kurze Zeit später wurde darauf im Krankenhaus seine ausgekugelte Schulter behandelt.

Operation notwendig
Unglücklicherweise zieht der Sturz noch weitere Konsequenzen mit sich. Am Montag, den 5.März soll in München ein operativer Angriff folgen. "Bei der Operation werden die gerissenen Bänder im Schultergelenk rekonstruiert", so Mannschaftsarzt Dr. Ernst-Otto Münch, zu den Ergebnissen der im Unfallkrankenhaus Murnau durchgeführten Computertomographie. Das heißt, dass wir ihn bis zum Ende der Saison nicht mehr auf der Piste wiedersehen werden.


Bester deutscher Alpiner
Zuletzt lag der Mann vom SC Partenkirchen als bester deutscher alpiner Skifahrer nach dem Wettbewerb in Garmisch auf dem fünften Rang in der Slalom-Weltcup-Wertung. Aufgrund seiner aktuell guten Form wäre in dieser Saison vielleicht noch der erste Weltcup-Sieg für den Deutschen möglich gewesen. "Das ist eine blöde Verletzung", sagt Felix Neureuther. "Gerade jetzt, wo ich gut in Form bin. Auf der anderen Seite ist es immer noch besser am Saisonende auszufallen, als am Anfang."