Während die Herren im nur wenige Kilometer entfernten Kranjska Gora (SLO) an den Start gehen, sind die Frauen jenseits der Landesgrenze im italienischen Tarvisio auf den Pisten unterwegs. Bei der dortigen Weltcup-Premiere absolvieren sie eine Super-Kombination am Freitag, den 2. März, eine Abfahrt und einen Super-G zum Abschluss.

Super-Kombination am Freitag
Abgesehen davon, dass Marlies Schild auch im Gesamtweltcup auf dem Weg zur großen Kristallkugel ist, kann sie in Tarvisio erst einmal die nächste Disziplinenwertung sichern. In der Super-Kombination führt die Österreicherin vor Michaela Kirchgasser (AUT) und Julia Mancuso (USA), die aber ihrerseits der Rivalin das Leben schwer machen werden. Sarka Zahrobska (CZE) und Nicole Hosp (AUT) haben ebenfalls Chancen, im einzigen noch ausstehenden Wettbewerb, den Weltcupstand zu ihren Gunsten zu verändern und die Disziplinenwertung zu gewinnen. Eine Entscheidung wird in jedem Fall fallen.

Götschl gehandicapt
Renate Götschl ist kurz davor, nach dem Super-G-Weltcup, nun auch den Abfahrtsweltcup zu gewinnen. Allerdings musste sie dabei einen Rückschlag einstecken. Im zweiten Training stürzte die Österreicherin und verletzte sich leicht. Sie will aber dennoch in den Speedwettbewerben starten. Besonders stark in den jeweiligen Abfahrtstrainings zeigten sich beim ersten Test Marie Marchand-Arvier (FRA) und einen Tag später die Italienerin Daniela Merighetti, die die Trainings gewannen. Julia Mancuso unterstrich mit guten Trainingsresultaten ihre Bestrebungen, auch in den Rennen anzugreifen. Noch ist die kleine Kristallkugel nicht außer Reichweite. Während Lindsey Kildow verletzungsbedingt ausfällt, wird der Sieg auch von Weltmeisterin Anja Pärson umkämpft.

Super-G am Sonntag
Die Gewinnerin dieser Disziplin steht in diesem Winter bereits fest, aber das heißt noch nicht, dass auch der Ausgang des Super-Gs gewiss ist. Hier kommen neben Renate Götschl besonders Nicole Hosp (AUT) und wiederum Julia Mancuso (USA) in Frage, die auf den Plätzen drei und vier der Wertung liegen. Auch Kelly Vanderbeek aus Kanada könnte zum Saisonende den großen Coup landen. In der laufenden Saison gelang ihr bereits einmal der Sprung aufs Podium.


Gina Stechert glänzt im Training
Überraschen konnte DSV-Starterin Gina Stechert mit ihren Trainingsresultaten. Während sie beim ersten Abfahrtstest Zwölfte wurde, schaffte sie beim zweiten Training eine kleine Sensation mit einem dritten Platz. Bleibt zu hoffen, dass sie dieses Ergebnis auch im Rennen umsetzen kann. Maria Riesch und Fanny Chmelar dagegen sortierten sich weiter hinten im Klassement ein. Petra Haltmayr verzichtet auf einen Start in der Abfahrt und wird erst am Sonntag im Super-G antreten.