Während der Weg der Herren von Are bis nach Garmisch nicht ganz so weit war, machten die alpinen Damen eine Reise nach Andalusien, um im südlichsten Weltcup-Ort Europas - der Sierra Nevada - einen Riesenslalom und einen Slalom zu bestreiten.

Kirchgasser feiert ersten Weltcup-Erfolg
Der Riesenslalom am Samstag, den 24. Februar wurde zum Triumphzug für Michaela Kirchgasser (AUT). Mit einer fantastischen Vorstellung im zweiten Durchgang erzielte die Österreicherin ihren ersten Weltcuperfolg. Dementsprechend groß war auch ihre Freude im Ziel. Teamkollegin Nicole Hosp hatte ebenfalls Grund zur Freude. Nachdem sie im ersten Lauf noch nicht überzeugte, verhalf ihr die Wut im Bauch im zweiten Durchgang zu einer Laufbestzeit. So machte die 23-Jährige viele Plätze gut und übernahm für lange Zeit die Führung. Schließlich sprang der zweite Platz für sie heraus. Tanja Poutiainen aus Finnland, die nach dem ersten Lauf führte, rettete sich im Finale auf den dritten Rang.

Sechster Slalomsieg bringt Schild kleine Kristallkugel
Marlies Schild demonstrierte ihre derzeitige Überlegenheit mit einer sensationellen Laufbestzeit, die sie gleich mit Startnummer eins vorlegte. Niemand konnte der Österreicherin in diesem Lauf das Wasser reichen. Auch im zweiten Durchgang stellte sie ihre Klasse unter Beweis und gewann mit einem gut kalkulierten Sicherheitslauf ihren sechsten Slalom der Saison. Somit hat sich die Österreicherin auch vorzeitig den Sieg im Slalom-Weltcup gesichert. Tanja Poutiainen (FIN), die Zweite wurde, konnte ebenfalls ein erfolgreiches Wochenende verbuchen. Veronika Zuzulova (SVK) reihte sich auf Platz drei ein.


Deutsches Team mit Mühe
Das DSV Team war im Riesenslalom ohne Kathrin Hölzl am Start. Dennoch gelang den Damen eine zufriedenstellende Teamleistung. Besonders Veronika Rebensburg zeigte großen Einsatz. Wie schon bei der WM verlief für die 17-Jährige der zweite Lauf perfekt, und sie setzte die viertbeste Zeit. Das bedeutete am Ende Rang 13. Der Slalom verlief aus deutscher Sicht eher enttäuschend. Vorne mit dabei nach Lauf eins, erlitt Monika Bergmann-Schmuderer ihren ersten Saisonausfall, als sie ein Tor verpasste und ausschied. Somit war am Ende nur Fanny Chmelar als 23. in den Punkten.