Jeden Tag wird gezittert, der Wetterbericht studiert und auf ausreichend Minustemperaturen am Großen Arber gehofft. "Wir müssen abwarten und Ruhe bewahren", sagte Rennleiter Stephan Heider am Donnerstagabend im Rahmen der letzten Sitzung des Organisationskomitees.

Aufbereitung von tragfähiger Schicht
Die Rennen seien trotz der widrigen Wetterverhältnisse zu 75 Prozent gesichert. Weil sich die Organisatoren in der entscheidenden Phase der Pistenpräparierung nicht mehr nur allein auf den Wettergott verlassen wollen, werden ab Montag viele freiwillige Helfer die Schneereste entlang des Hanges auf die Weltcup-Strecke schaufeln. In den vergangenen Tagen wurde bereits aus Naturschnee und Wasser eine tragfähige Schicht aufbereitet, die selbst bei geringen Minustemperaturen "knallhart" gefrieren wird.

Plusgrade am Berg
Was die Produktion des dringend benötigten Kunstschnees jedoch so schwierig macht, ist der so genannte Feuchtkugelwert, ein Verhältnis von Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit - und letztere ist im Moment zudem viel zu hoch. "Nachts haben wir im Tal Temperaturen unter Null und am Berg ständig Plusgrade", hadert Heider, der als letzte Option in den Tagen vor Riesenslalom und Slalom der Damen den Einsatz von PTX zur Stärkung der Piste in Betracht zieht.


FIS muss Zustimmung erteilen
Vorher, am 4. März, muss allerdings eine Delegierte des Internationalen Skiverbands (FIS) ihre Zustimmung erteilen. "Wir werden bis zuletzt kämpfen", prophezeit der Rennleiter kämpferisch und lobt zugleich das Verhalten der Skifahrer auf den übrigen Pisten am Großen Arber. Trotz überfüllter Hänge habe sich an den Faschingstagen jeder an die Absperrungen gehalten und die Arbeiten nicht zusätzlich behindert.