Michaela Kirchgasser hat beim Riesenslalom der Damen in der Sierra Nevada ihren ersten Weltcup-Sieg eingefahren. Für die beiden Läufe brauchte sie 2:14,41 Minuten und damit 41 Hundertstel weniger als die neue Weltmeisterin Nicole Hosp. Dritte wurde Tanja Poutiainen. Beste Deutsche in Spanien war Viktoria Rebensburg, die als 13. ihr gutes WM-Resultat bestätigte.

Poutiainen klar Schnellste in Durchgang eins
Im ersten Durchgang setzte Tanja Poutiainen den Maßstab. Ihre sehr direkte Linienwahl war der Gradmesser für die Konkurrenz, die Finnin setzte die Schwünge perfekt und carvte voll auf Zug zu einer klaren Bestzeit. Damit löste sie Michaela Kirchgasser (AUT) an der Spitze ab, die den Lauf schließlich als Dritte beendete.

Italienerinnen drängen nach vorne
Stark präsentierten sich die Italienerinnen. Angeführt von WM-Bronzemedaillengewinnerin Denise Karbon auf Platz zwei schafften auch Nicole Gius und Karen Putzer den Sprung unter die Top-Fünf und nährten so die Hoffnung auf einen zweiten Riesenslalom-Erfolg für Italien in diesem Winter.

Zwei DSV-Damen im Finale
Der Deutsche Skiverband musste in der Sierra Nevada auf seine stärkste Läuferin verzichten. Kathrin Hölzl pausierte wegen der WM-Verletzung. Mit Maria Riesch auf Rang 20 und Viktoria Rebensburg, der WM-Achten, auf dem 30. Rang platzierten sich zwei von drei Starterinnen für den Finaldurchgang. Carolin Fernsebner fehlten als 32. nur 17 Hundertstel zur Qualifikation.

Rebensburg furios
Damit durfte die erst 17-jährige Rebensburg den zweiten Durchgang eröffnen. Sie tat das mit einer furiosen Fahrt, die am Ende als viertbeste Laufzeit gemessen wurde. Damit kletterte die Deutsche noch um 17 Plätze im Klassement und belegte den 13. Rang - ihr bislang bestes Ergebnis im Weltcup. Auch Maria Riesch wusste sich zu steigern und kam von 20 noch auf Platz 15. Auch für sie lässt sich damit eine ansteigende Formkurve festhalten.


Kein Finale all’ italiana
Mit fünf Fahrerinnen unter den besten elf gingen die Italienerinnen ins Finale, am Ende kamen ein neunter und ein zehnter Rang durch Manuela Mölgg und Karen Putzer dabei heraus. Nicole Gius fiel mit zuviel Innenlage aus, Denise Karbon patzte im Flachstück und kam dort dann nur mit Anschieben weiter. Damit war klar, das die Entscheidung zwischen den Österreicherinnen und Tanja Poutiainen fallen würde.

Hosp und Kirchgasser glänzen
Im ersten Durchgang noch klar zurück, war die Weltmeisterin Nicole Hosp im Finale wie ausgewechselt. Sie fuhr Laufbestzeit uns sicherte sich so Platz um Platz. Auch die Konkurrentinnen im Gesamtweltcup ließ sie hinter sich: Julia Mancuso, Marlies Schild und Renate Götschl kamen auf die Plätze sechs, sieben und elf. Michaela Kirchgasser gelang es dann als einziger, Hosps Zeit zu unterbieten. Ihr Jubel im Ziel war entsprechend groß.

Poutiainen verspielt Sieg
Mit 71 Hundertstel Vorsprung ging die Finnin dann ins Rennen, doch schon bald war klar, dass sie den kraftvollen und risikofreudigen Fahrten von Kirchgasser und Hosp nicht folgen konnte. So blieb ihr nur der dritte Rang, der sie aber im Kampf um den Riesenslalom-Weltcup noch im Rennen hält. Hier führt weiter Hosp. Am Sonntag, den 25. Februar steht in Spanien noch ein Slalom auf dem Programm.