Der Österreicher Mario Matt hat den WM-Slalom der Herren in Are (SWE) für sich entschieden. Mit zwei starken Läufen setzte er sich in der Zeit von 01:57,33 Minuten am Ende klar durch. Silber gewann der Italiener Manfred Mölgg, der 1,81 Sekunden Rückstand hatte. Bronze ging an Jean-Baptiste Grange aus Frankreich, der schon 2,21 Sekunden hinter Matt lag.

Matt legt großartigen Lauf vor
Schon nach dem ersten Durchgang hatte Mario Matt sich einen großen Vorsprung herausgearbeitet. Er legte einen sehr gelungenenen Lauf vor und hatte dort über eine Sekunde Vorsprung vor dem Rest des Feldes. Keinem anderen Fahrer war es in Durchgang eins gelungen, den recht schweren Mittelteil und den Zielhang so gekonnt zu bewältigen wie dem Österreicher. Auf den zweiten Rang schob sich dort Felix Neureuther, der allerdings schon 1,14 Sekunden Rückstand hatte.

Matt einfach unschlagbar
Auch im Finale behielt Matt die Nerven und brachte einen ebenso starken Lauf hinunter. Mit der erneuten Laufbestzeit deklassierte er die Konkurrenz und gewann seinen zweiten Weltmeistertitel nach St. Anton 2001. Am Ende hatte er fast zwei Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten und holte damit die erste Goldmedaille für die österreichischen Herren in Are.

Mölgg und Grange holen Medaillen
Nach dem ersten Durchgang waren hinter Matt die Zeitabstände äußerst gering. So konnten Mölgg und Grange mit guten Läufen im Finale noch auf die Medaillenränge fahren. Mölgg fuhr gerade im Steilhang sehr gut und sicherte sich so Silber. Grange war nach Durchgang eins noch Fünfter und schob sich ebenfalls mit einem guten Lauf noch nach vorne.

Neureuther auf dem Weg zur Medaille ausgeschieden
Zwei heiße Eisen hatte der Deutsche Skiverband im Slalom im Feuer. Alois Vogl allerdings schied schon im ersten Durchgang aus. Neureuther dagegen hatte als Zweiter eine glänzende Ausgangsposition. Auch im Finale fing er gut an und hielt seinen Vorsprung. Klar auf Medaillenkurs liegend, schied er nach Rücklage im Mittelteil allerdings aus und war tief enttäuscht. Das hätte durchaus die erste Medaille für den DSV sein können.

Raich knapp an Bronze vorbei
Benjamin Raich ging als Titelverteidiger in den Slalom am Samstag. Nach dem ersten Durchgang lag der Pitztaler noch auf dem dritten Rang, doch im Finale verspielte er im Mittelteil die Medaille, als er viel Zeit liegen ließ. Am Ende fehlten Raich lediglich drei Hundertstel zu Bronze. Auch sein Teamkollege, Manfred Pranger, hatte Edelmetall im Blick. Doch auch Pranger konnte im Finale nicht überzeugen und rutschte noch auf Rang fünf zurück.


Großes Favoritensterben
Im ersten Durchgang war der Lauf tückisch gesetzt. Hinzu kam noch diffuses Licht, denn es war leicht bewölkt. Viele Fahrer hatten dann auch Mühe mit dem Kurs und der Sicht und übersahen die Wellen teilweise. Vielen wurde dies zum Verhängnis und sie schieden aus, darunter auch Mitfavoriten wie der Schwede Jens Byggmark, Thomas Grandi (CAN), Ted Ligety (USA), Marc Berthod (SUI) oder auch der zweimalige Weltmeister Aksel Lund Svindal aus Norwegen. Insgesamt schieden alleine im ersten Durchgang 35 der gestarteten 74 Läufer aus.

Schwarzer Tag für die Schweiz
Die Schweiz konnte bei den Titelkämpfen in Are bislang einige Erfolge feiern, doch beim Slalom der Herren stürzten die Eidgenossen regelgerecht ab. Vier Athleten waren am Start, alle vier schieden schon in Durchgang eins aus. So erwischte es neben Berthod auch die Hoffnungsträger Daniel Albrecht, Marc Gini und Silvan Zurbriggen.

Nach der letzten Einzel-Entscheidung dieser WM steht nun noch am Sonntag der Nations Team Event an. Dort wird je ein Super-G und ein Slalom-Durchgang der Mannschaften gefahren. Der erste Lauf startet dann um 10.00 Uhr. Wir sind natürlich mit dem Liveticker dabei.