Die junge und zur Zeit noch relativ unbekannte Nachwuchsathletin Sarka Zahrobska aus Tschechien stieg als 15-Jährige in den Rennzirkus der FIS ein. Die Slalom- und Riesenslalomfahrerin machte bereits vor ihrem ersten Weltcup-Start bei der Weltmeisterschaft 2001 in St. Anton auf sich aufmerksam.

Ohne Weltcup-Start unter die besten 30 der WM
Zahrobska startete bei der WM 2001 im Slalom. Dort wurde sie 21., ein Riesenerfolg vier Tage vor ihrem 16. (!) Geburtstag. Zwar hatte sie auf dem schweren Hang fast 14 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Anja Paerson, doch sie ließ das Gros der Fahrerinnen hinter sich und profitierte von der zu forschen Fahrweise vieler Konkurrentinnen. Um den Winter richtig zu nutzen startete sie dann 2001/2002 bei unglaublichen 68 Rennen, hauptsächlich FIS - und Europacuprennen. Richtig absahnen konnte sie vor allem bei den offenen nationalen Meisterschaften in ihrer Heimat, in Deutschland und Österreich, bei denen sie insgesamt vier zweite Plätze belegte und einmal gewann.

Furioser Auftakt bei den Profis
Bei ihrem ersten Weltcup-Start in Sestriere 2002 war Sarka Zahrobska sehr gut drauf und zeigte den Profis, dass die jungen Fahrerinnnen einiges drauf haben. Sie platzierte sich als Fünfte inmitten der Weltspitze und bestätigte das Ergebnis eine Woche später in Lenzerheide mit einem 14. Platz.
Und auch bei der WM in St. Moritz konnte die gerade 18 Jahre alt gewordene Sarka überzeugen. Sie schaffte in der Kombination einen neunten Platz und bestätigte damit, dass sie sehr vielfältig einsetzbar ist. Bei den nationalen Meisterschaften 2003 in Spindleruv gewann sie gleich drei Titel und zwar im Slalom, Riesenslalom und Super-G.

Zahrobska mischt in der Weltelite mit
In der Saison 2003/2004 konzentrierte sich Zahrobska endgültig auf den Weltcup. Dort startete sie mit einem sechsten Platz im Slalom in Park City stark in den Winter. Im Laufe der Saison erreichte sie viele gute Platzierungen, darunter ein fünfter Platz in Deutschland und ein weiterer Sechster in Finnland. Sie schaffte bei den Weltmeisterschaften der Junioren jeweils die Bronzemedaille im Slalom und in der Kombination. Erfolgreicher Abschluss jener Saison war der abermalige Gewinn der nationalen Meisterschaften im Slalom und Riesenslalom.

Medaillen bei Großereignissen
Im Winter 2004/2005 gelang Zahrobska dann der endgültige Durchbruch in die Weltspitze. Ihr blieb der erste Weltcupsieg zwar noch verwehrt, doch konnte sie bei zwei Großereignissen von sich reden machen. Bei den Junioren Ski-Weltmeisterschaften in Bardonecchia (ITA) gewann die Tschechin die Goldmedaille im Slalom und bewies damit ihr außergewöhnliches Talent. Bei der Alpinen Ski-WM in Bormio und Santa Caterina holte sie die erste Medaille für Tschechien überhaupt, indem sie Bronze im Slalom gewann.

Große Zukunft vor sich
Von Sarka Zahrobska, die auf Head Ski und Head Schuhen unterwegs ist, kann man in den nächsten Jahren auf den Skipisten dieser Welt noch einiges erwarten. Die junge Allrounderin hat ihre Karriere noch vor sich.

Erfolge bei den nationalen Meisterschaften 2006
Die Ergebnisse des vergangenen Winters konnte sie zwar nicht wiederholen, jedoch wurde Sarka Zahrobska um die Jahreswende 2006 zweimal Achte beim Slalom im heimischen Spindleruv Mlyn und im kroatischen Zagreb. Immer wieder erreichte sie einen Platz in den Top Ten, allerdings lagen manche Ergebnisse auch weit jenseits der Weltspitze, in der sie sich noch nicht etablieren konnte. Als Tschechische Meisterin im Super G und Vizemeisterin im Riesenslalom kann sie aber zuversichtlich auf die nächste Saison blicken.

Gold bei der Weltmeisterschaft in Are
Nach ihren ersten Erfolgen 2006/2007, unter anderem durch den sensationellen Sieg bei der Weltmeisterschaft 2007 in Are, stand Zahrobska in der Saison 2007/2008 nun öfter im Fokus der Presse. Die hohen Erwartungen, auch aus der Heimat, konnte sie nur bedingt erfüllen. Im Slalom fuhr sie weiter überzeugende Rennen und errang die ganze Saison beständig Top-Ten-Platzierungen und zwei Podiumsplätze. Am Ende belegte Zahrobska Platz Fünf in der Slalom-Disziplinenwertung. In den Disziplinen Super-G, Riesenslalom und in der Kombination blieb sie allerdings Mittelmaß.

In Aspen platzt der Knoten
Lange musste Zahrobska nach ihrem WM-Titel auf den ersten Sieg im Weltcup warten. Im zweiten Slalom der Saison 2008/2009 schaffte die Tschechin dann endlich den Sprung ganz oben auf das Podium. In Aspen (USA) ließ sie sich auch von widrigen Verhältnissen mit böigem Wind, schlechter Sicht und Eisregen beeindrucken und carvte souverän zum Sieg.

Steckbrief:
Geboren: 11.02.1985 in St. Paul
Nation: Tschechien
Größe: 176 cm
Gewicht: 68 kg

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den bisherigen Karriereverlauf von Sarka Zahrobska. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): K (19), SG (27), SL (13), GS (DNF2)

Weltmeisterschaften:
2007 in Are (SWE): SL (1)
2005 in Bormio (ITA): SL (3), K (5), GS (10)
2003 in St. Moritz (SUI): K (9), SL (DNF)
2001 in St. Anton (AUT): SL (21)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Fünfte im Slalom 2008
Weltcup-Disziplinen-Dritte im Slalom 2007
Weltcup-Disziplinen-Zehnte im Slalom 2006
Weltcup-Disziplinen-Zehnte im Slalom 2004
ein Weltcup-Sieg