Vor dem Teamevent zum Abschluss der alpinen WM steht noch eine Entscheidung aus. Beim Ritt durch den weltmeisterlichen Stangenwald gibt es für die Herren am Samstag in Are die letzte Möglichkeit, nach einer Einzelmedaille zu greifen. Auch wenn es schwer ist, sich auf einen Favoriten festzulegen: Eins ist gewiss, erneut darf man ein nerven aufreibendes Rennen erwarten.

Schweden in Top-Form
Abermals sind hier die Schweden weit vorne anzusiedeln. Während Anja Pärson und Maria Pietilae-Holmner bisher die Fahne bei den Damen hochhielten, gilt es jetzt für Jens Byggmark, dem diesjährigen Held am Ganslern, die Erwartungen seiner Landsleute zu erfüllen. Zur Seite steht ihm dabei der erfahrene Markus Larsson, der im Winter auch schon erfolgreich war und hinter Byggmark, den Österreichern Benni Raich und Mario Matt auf Platz vier der Slalomwertung liegt.

Letztes Aufbäumen von Österreich?
Bei den Österreichern geht es darum, die Ehre der Skination wieder herzustellen. Benni Raich hat sich vorgenommen, sein Team aus der Krise zu reißen und nicht zuletzt die Schmach im Riesenslalom wieder wett zu machen. Mario Matt wird ebenfalls versuchen, seine zuletzt aufsteigende Formkurve produktiv auf der Piste umzusetzen. Überraschen könnten auch Manfred Pranger und Rainer Schönfelder. Sie haben nichts zu verlieren und sollten noch einmal voll angreifen.

Viele Nationen kämpfen um den Sieg
Giorgio Rocca, bisher noch gar nicht zum Einsatz gekommen, hat als Slalomspezialist auf dem Plan, eine weitere Medaille für Italien zu holen. Marc Berthod repräsentiert das zur Zeit so starke Schweizer Skiteam und kann - nach zweimal Bronze - wieder vorne dabei sein.


Erweiterter Favoritenkreis
Bode Miller hat vermutlich niemand fest auf der Rechnung, aber gerade deshalb sollte man ihn nicht abschreiben, denn die WM ist ja für ihre Überraschungssieger bekannt. Jedoch zählt er höchstens zum erweiterten Favoritenkreis. Bessere Chancen haben da schon Kalle Palander (FIN), und die beiden Deutschen Felix Neureuther und Alois Vogl. Die DSV-Starter haben in diesem Winter dem Podest schon einen Besuch abgestattet.