Der Norweger Aksel Lund Svindal gilt als eines der größten Talente im alpinen norwegischen Skirennsport. Bislang konnte er seine Fähigkeiten auch schon ansatzweise zeigen und dürfte in naher Zukunft auch für Weltcup-Siege gut sein.

Legitimer Nachfolger von Kjus und Aamodt
Svindal gilt zusammen mit Bjarne Solbakken als Nachfolger von den beiden mittlerweile schon legendären Kjetil-Andre Aamodt und Lasse Kjus. Solbakken und Svindal werden sicherlich beweisen, dass auch sie Medaillen sammeln können und Titel einheimsen, wie es die beiden 'alten' Hasen in deren Karrieren vorgemacht haben. Insbesondere Svindal ist auch in allen vier Disziplinen am Start und kann sich einiges bei Aamodt und Kjus abgucken.

Junioren-Weltmeister 2002
Wie viele andere talentierte Skifahrer konnte auch Svindal schon an den Junioren-Weltmeisterschaften erfolgreich teilnehmen. Insgesamt vier Medaillen sammelte der Norweger und alle 2002 in Tarvisio (ITA). Den Titel dort holte er sich in der Kombination. Zusätzlich gelang ihm auch noch ein zweiter Rang im Super-G hinter Peter Fill (ITA) und zwei weitere dritte Plätze in Slalom und Abfahrt.

Große Sprünge
In der Saison 2002/2003 machte Aksel Lund Svindal vor allem durch zwei spektakuläre Rennen auf sich aufmerksam. Er startete zuerst mit einem sechsten Platz im Super-G von Val Gardena/Gröden, bei dem er mit der Startnummer 56 ins Rennen ging und kurz danach mit dem neunten Rang im Riesenslalom von Alta Badia mit der Startnummer 57. Dafür erhielt er zwei Mal den 'winStar'-of the Race, bei dem der Rennläufer mit dem größten Sprung nach vorne in einem Rennen geehrt wird.

Erstes Ausrufezeichen in St. Moritz
Einen ersten Eindruck vom großen Potenzial des Norwegers konnten die Fachleute dann bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz 2003 gewinnen. Svindal konnte im Riesenslalom einen guten fünften Rang erzielen und holte sich beinahe seine erste Medaille bei einer Großveranstaltung.

Silber in Bormio
Bei der Weltmeisterschaft in Bormio (ITA) ist der junge Norweger vier Mal unter die Top Ten gefahren. In der Kombination hat sich Svindal sogar eine Silbermedaille erfahren. Wenn sich der Norweger so weiter entwickelt, ist in den nächsten Jahren noch einiges von ihm zu erwarten.

Erster Sieg in Lake Louise 2005
Was die WM 2005 in Bormio angedeutet hat, setzte sich Anfang der Saison 2005/2006 fort. Der Norweger konnte im Super-G seinen ersten Weltcup-Sieg feiern. Damit brach Svindal endgültig in die Weltspitze des Skizirkus ein. Auch beim Weltcup-Finale in Are konnte der Norweger einen großen Erfolg feiern, als er bei der Abfahrt siegreich war. Nur Olympia brachte ihm kein Glück, doch als Gesamtweltcup-Zweiter hatte der Allrounder am Ende dennoch Grund zum Jubeln.

Nächster Erfolg in Beaver Creek 2006
Während die Veranstalter in Europa mit Schneemangel zu kämpfen hatten, sorgte Aksel Lund Svindal in Übersee für Furore. Waren ihm die Auftaktrennen der Saison nicht optimal gelungen, gewann er mit einem sehr guten Slalomdurchgang die erste Super-Kombination der Saison 2006/2007.

Steckbrief
Geboren: 26.12.1982
Nation: Norwegen
Heimatverein: Nero

Erfolge
Sein Debüt im Weltcup gab der Norweger 2001 in Sölden (AUT), wo er allerdings nicht das Ziel erreichte. Die ersten Weltcuppunkte fuhr er dann beim Riesenslalom in Val d'Isere (FRA) ein, als er den 23. Rang belegte. Es folgt ein kurzer Blick in seinen Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Winterspiele:
2006 in Turin (ITA): DH (21), K (ausg.), SG (5), GS (6), SL (ausg.)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): DH (1), GS (1)
2005 in Bormio (ITA): K (2), DH (7), SG (7), GS (6), SL (12)
2003 in St. Moritz (SUI): SG (ausg.), DH (22), GS (5)

Weltcup:
2. Platz Gesamt-Weltcup 2006
Disziplinen-Weltcup-Sieger im Super-G 2006
Disziplinen-Weltcup-Sieger in der Super-Kombination 2007
Disziplinen-Weltcup-Sieger im Riesenslalom 2007
elf Weltcup-Siege