Fabian Grafetstetter erreichte beim nationalen Crossmax Event Österreich den vierten Platz. Hier schildert er seine Eindrücke vom Rennen.

Streckenführung
Nach dem Start gab es zwei Roller, dann folgte der erste Sprung gefolgt von einer links-rechts Kurvenkombination. Dann schon der zweite Sprung (die erste Schlüsselstelle) gefolgt von einer Rechtskurve und einer Steilwandkurve nach links. Dann kam ein Flachstück mit zwei Wellen (die zweite Schlüsselstelle), die erste war schon mehr ein Sprung. Danach kam eine extreme Steilwandkurve nach rechts (sehr eng) und ein kleiner Sprung/Schnapper über eine Kompression im Boden. Nun kam der dritte Sprung (weit und hoch) und eine weitere Steilwandkurve nach rechts. Dann folgte eine Wellencombo aus zwei Wellen (perfekt zu doublen) und einer Welle danach. Dann kam der Zielsprung, der hoch und weit war. Es war ein kleines Bergaufstück im Gegenhang des Zielsprungs mit einem kleinen Schnapper ins Ziel "hoch" (die dritte Schlüsselstelle). Die Fahrzeit betrug rund 50 Sekunden.

Sehr selektive Strecke
Es war eine sehr selektive Strecke, die ab dem dritten Sprung sehr schnell wurde. Es war alles gefragt, vom Gleiten im Flachstück, über die optimale Flughaltung und Timing (Sprung 3 und Zielsprung hab ich vorgesprungen) bis zum schnellen Start.

Meine Eindrücke
Du hast schon in der Besichtigung gemerkt, dass es ein spaßiger Kurs wird. Im Training hats dann auch gut geklappt, bis auf den zweiten Sprung, bei dem du die Richtung haben musstest, weil du überhaupt nicht gesehen hast, wo du hin springst. Den hab ich in allen drei Trainingsfahrten verhauen. In der Quali habe ich mir dann gesagt "jetzt springst einfach mal mit viel Richtung nach rechts" und schon hats geklappt. Die 4. Qualizeit hatte sehr viel gutes, da sich die Startposition als sehr wichtig herausstellte.


Tipps von Götze
Achtelfinale und Viertelfinale hab ich eigentlich ohne größere Probleme gewonnen, weil ich denen am Start gepflegt aus dem Weg gehen konnte. Im Halbfinale wars dann schon interessanter: Der Balu (Thorsten Götze) und der Markus Pfister kamen aus dem anderen Heat zum Daniel Klocker und zu mir in den Heat. Ich hab mir dann den Startplatz neben Balu gesucht. Er hatte schnelle Ski und war von Beginn an Erster. Davor hat er noch zu mir gesagt, wenn er vorne ist, solle ich mich bei ihm in den Windschatten hängen, weil er extrem schnelle Ski dabei hat. Gesagt getan. Pfister war zwar immer hinter mir zu hören, aber überholen konnte er mich nicht.

Schlechte Karten im Finale
Im Finale nutzte mir dann meine vierte Qualizeit auch nichts mehr, weil sich die vier schnellsten aus der Quali im Finale wieder trafen. Somit hatte ich die schlechteste Startposition ganz links. Nach dem Start war ich Dritter hinter Balu und Thomas Zangerl. Am zweiten Sprung musste ich nach links ausweichen, weil ich sonst in einen der beiden vor mir gesprungen wäre. Wie oben schon erwähnt musstest du über den Sprung aber nach rechts Richtung machen, sonst springst in die Pampa. So wars dann auch. Der vierte (Mair Klaus, 2. nach der Quali) hatte über diesen Sprung dann eine sehr saubere Linie und konnte mich dann von oben abdrängen. Somit wars für mich dann gelaufen.

Schöner Erfolg für die Deutschen
Alles in allem hat sich die Reise wirklich gelohnt. Es war ein super Event mit über 50 Startern bei den Herren. Bestes Wetter und, man höre und staune, tiefster Winter haben den Tag echt perfekt gemacht. Der Kurs war richtig geil und das Ergebnis stimmt einen aus deutscher Sicht auch zufrieden: 1. und 4. Platz bei den Herren, 1. Platz bei den Damen und 3. Platz bei den Junioren.

Zudem waren aufgrund des schönen Wetters viele Leute beim Skifahren, was sich sehr positiv auf die Zuschauerzahl auswirkte.