Johannes Stehle ist dabei. Das ist die wichtigste Nachricht aus deutscher Sicht vor dem Super-G bei der WM in Are. Damit sind drei DSV-Starter mit von der Partie, wenn es um die ersten Medaillen geht - und das ist ein gutes Zeichen. Felix Neureuther und Stephan Keppler gehen zwar auch nicht gerade als Top-Favoriten ins Rennen, aber immerhin haben sie allein mit dem Satz aus dem Starthaus am Samstag bereits mehr erreicht, als ÖSV-Star Michael Walchhofer.

Kirgisien wartet schon
Der Österreicher stand schließlich erst viermal im Weltcup in einem Super-G auf dem Podestplatz. In Gröden konnte er sogar schon einen Wettbewerb gewinnen - dennoch reicht es einfach nicht für einen Startplatz im Team Austria. Zwar fuhr Walchhofer auch im internen Ausscheidungskampf sogar zweimal Bestzeit, dennoch zogen die Trainer ihm Fritz Strobl vor, weil der im Weltcup zuvor schneller war. Die Katze darf also auf den Berg, der Zauchenseer muss zugucken. Die Österreicher sollten aber gut aufpassen: Nicht-Nominierungen haben schon einige Landsleute dazu bewegt, der Heimat abuzschwören und sich in einem neuen Verband zu verdingen - siehe Kilian Albrecht, der nun als waschechter Bulgare auf die Pisten steigt. Doch für den besten Abfahrer der letzten Jahre gibt es schon eine Kompensation.


Als Flaggenträger zum WM-Titel?
Walchhofer kann sich nämlich trösten - in der Abfahrt wird man ihn wohl ranlassen, da kann sogar Strobl nichts dran ändern. Und außerdem bekommt er bei der Eöffnungsfeier die rot-weiß-rote Fahne in die Hand gedrückt. Das sollte Ansporn genug sein für ihn, der Alpenrepublik die Stange zu halten und nicht in Kirgisien vorstellig zu werden. Und in der Abfahrt kann er auch zeigen, dass er mit Stehle und Co. zumindest mithalten kann - wir werden es erleben!