Nach dem Seuchenjahr 2004/2005 konnten die Eidgenossen in der abgelaufenen Saison 2005/2006 immerhin an einigen Punkten wieder an die Weltspitze zurückkehren. Dennoch fiel die Schweiz in der Nationenwertung sogar noch einen Platz zurück und lag am Ende nur auf Rang fünf. Dieser Rückschrtitt lag vor allem am schlechten Abschneiden in den technischen Disziplinen. Bei den Olympischen Winterspielen gingen die Schweizer aber nicht wie bei der WM 2005 leer aus.

Damen mit jungem Team zur WM
Der Schweizer Skisport ist immer noch weit entfernt von den großen Erfolgen vergangener Tage. Derzeit fehlt es auch an Konstanz im Umfeld der Ski-Stars. Nachdem Osi Inglin überraschend bereits nach einem Jahr als Damen-Cheftrainer zurücktrat, versucht nun der neue Chef Hugues Ansermoz sein Glück. Er muss ohne den erfolgreichen Abfahrtstrainer Vuillet auskommen und endlich dem Damenteam Ruhe und Sicherheit geben. Dabei können die Eidgenossen auf die jungen Fahrerinnen Martina Schild und Rabea Grand hoffen. Styger, Berthod und Aufdenblatten können auf den Leistungen des Vorwinters weiter aufbauen. Bei der Nominierung der WM-Athleten überraschte Ansermoz aber mit einem jungen Aufgebot. Obwohl vier der zehn Auserwählten die WM-Kriterien des Verbandes nicht erfüllt hatten, wurde die Entscheidung des Trainers mitgetragen.

WM-Aufgebot Damen:
Fränzi Aufdenblatten
Sylviane Berthod
Catherine Borghi
Rabea Grand
Martina Schild
Nadia Styger
Fabienne Suter
Sandra Gini
Tamara Wolf
Dominique Gisin

Berthod beendet Durststrecke der Schweizer
Bei den Männern herrschte vor der WM-Saison großer Druck. Drei Herren flogen aus der Nationalmannschaft, von Didier Cuche und vor allem Silvan Zurbriggen erwarten sich die Coaches zurecht mehr. Didier Cuche kehrte nach einem Markenwechsel in die Weltspitze zurück. Einzig ein Sieg gelang ihm bis zur WM nicht. Auch Zurbriggen zeigte sich stark verbessert und war mehrfach in den Top Ten und sogar auf dem Podium zu finden. Auch das junge Technik-Team sorgte für Jubelstimmung bei Swiss Ski. So beendete Marc Berthod mit seinem Slalomsieg in Adelboden die lange Durststrecke ohne Weltcup-Erfolg. Zusammen mit seinem "Zwillingsbruder" Daniel Albrecht ist Berthod nun in der Weltspitze angekommen.

WM-Aufgebot Herren:
Daniel Albrecht
Didier Cuche
Didier Défago
Bruno Kernen
Silvan Zurbriggen
Marc Berthod
Ambrosi Hoffmann