Von Freitag, den 26. Januar bis Sonntag geht es für die Speed-Athletinnen in San Sicario vor der WM ein letztes Mal um Weltcup-Punkte. Bei den zwei Super-G-Rennen und der Abfahrt ist Renate Götschl die große Favoritin.

Götschl die dominierende Athletin?
Schon im Training bewies Renate Götschl einmal mehr, dass sie derzeit nicht umsonst das rote Trikot der besten Abfahrts- und der besten Super-G-Fahrerin trägt. Die Steierin fuhr dort überlegen die schnellste Zeit. Nach ihrem historischen Sieg in Cortina d'Ampezzo vergangene Woche könnte sie auch zur dominierenden Athletin in San Sicario werden. Verhindern wollen das natürlich ihre ärgsten Verfolgerinnen im Weltcup. Sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G befinden sich Lindsey Kildow und Julia Mancuso auf den Spuren der Österreicherin. Kildow fehlte nach einem starken Saisonauftakt aber zuletzt die nötige Konstanz. So fiel die 22-Jährige in den beiden letzten Abfahrten aus. Andersherum verlief die Formkurve ihrer Teamkollegin. Julia Mancuso feierte in diesem Winter ihren ersten Weltcup-Sieg und fährt seitdem wie entfesselt.

Pärson weiter auf der Suche
Die große Unbekannte ist in dieser Saison Anja Pärson. Die Schwedin sucht nach ihrer Knieoperation immer noch den richtigen Schwung, kam aber zuletzt wieder besser in Form. Eine Woche vor der WM Are, müsste es aber für Pärson schon auf das Podest gehen, will sie mit genügend Selbstvertrauen auf die Medaillenjagd vor heimischer Kulisse gehen. Eine Podestkandidatin ist zudem Ingrid Jacquemod. Die Französin ist eine Vielstarterin und hat mit einigen Top-Ten-Ergebnissen aufgezeigt. Auch die Schweizerinnen haben mit Nadia Styger, bei der in diesem Winter noch nicht viel zusammen ging, und Martina Schild potenzielle Podestfahrerinnen.

Kampf um die WM-Tickets im ÖSV
Im Super-G liegt derzeit Nicole Hosp auf dem zweiten Weltcuprang. Ein Indiz dafür, dass sich die Österreicherin im Super-G wesentlich wohler fühlt als in der Abfahrt. Dies unterstreicht auch ihr Trainingsergebnis aus San Sicario, in dem sie nur auf Position 42 landete. Dennoch muss man sie auf der Rechnung haben, geht es im ÖSV schließlich noch um die WM-Tickets in den Speed-Disziplinen. Eine Konkurrentin um den Startplatz ist Ingrid Rumpfhuber, die im Training mit Platz zwei ihre Stärke demonstrierte. Ihr WM-Abfahrtsticket sicher sollten Andrea Fischbacher und Alexandra Meissnitzer haben.


Riesch hofft auf gute Sicht
Im deutschen Lager gibt es ein solches Gedränge um die Startplätze nicht. Beste Chancen hat in den Speed-Disziplinen immer noch Maria Riesch. Sie hat allerdings immer noch Probleme, wenn die Sicht nicht optimal ist. Zumindest im Super-G muss man auch Petra Haltmayr auf der Rechnung haben. Die Rettenbergerin fuhr in dieser Disziplin in diesem Winter ihre besten Ergebnisse ein. Weitere DSV-Starterinnen sind in San Sicario Gina Stechert und Fanny Chmelar.