Das Weltcup-Programm in Kitzbühel musste gestutzt werden - leider. Von den Klassikern, zu denen im Normalfall die legendäre Streif-Abfahrt, ein Super-G und die Kombination gehören, sind zwei Slaloms übrig geblieben. Und das, obwohl es in den letzten Tagen in der Gamsstadt geschneit hat und eigentlich perfekte Bedingungen für ein Weltcup-Wochenende herrschen, doch der Wintereinbruch kam zu spät.

Prestigeträchtige Rennen
Nun werden die Herren anstelle der Speed-Disziplinen auf der Streif zwei Technikwettbewerbe am Ganslern absolvieren. Samstag und Sonntag erfolgen vor gewohnt lauter und begeisterter Kulisse die Slalomrennen. Dabei geht es nicht nur um die letzten Plätze für die WM, die dann endgültig beim Nachtslalom in Schladming erfahren werden können, sondern auch um die Ehre, als Kitzbühel-Sieger hervorzugehen. Wie prestigeträchtig diese Rennen sind, zeigt schon die Rückkehr der Österreicher Reinfried Herbst und Rainer Schönfelder, die nach einer Verletzungspause wieder in den Weltcup einsteigen.

Jeder will in Kitzbühel gewinnen!
Neben den Favoriten Markus Larsson (SWE), Benjamin Raich (AUT) und Giorgio Rocca (ITA), die den Disziplinenweltcup anführen, werden vor allem auch die Österreicher vor der Heimkulisse punkten wollen. Doch Mario Matt ist der einzige Mann des ÖSV, der, abgesehen von Benni Raich, in diesem Winter im Slalom schon einmal auf dem Podium war. Die Schweden Jens Byggmark und Andre Myhrer - ebenfalls gut im Slalomweltcup platziert - können sich mit einem weiteren guten Resultat in den Top-Favoritenkreis für die WM im eigenen Land katapultieren. In Lauerstellung befindet sich auch der Schweizer Marc Berthod, der zuletzt sowohl im Slalom als auch in der Super-Kombination überzeugen konnte. Was werden die Amerikaner machen? In den Speed-Disziplinen vorne mit dabei, bekam man zuletzt nur schwächere Vorstellungen in den Slalomwettbewerben zu sehen. Doch wenn Bode Miller den Fluch des Stangenwaldes beendet und nicht einfädelt, sollte man ihn auf der Rechnung haben.


Vogl will es wissen
Bereits qualifiziert für die WM in Are hat sich Felix Neureuther mit einem dritten Platz beim Slalom in Beaver Creek (USA). Alois Vogl, der für eine WM-Teilnahme auch grünes Licht erhalten hat, wird die Qualifikationsnorm aber sicher noch aus eigener Kraft erfüllen wollen. Sollten dem deutschen Routinier zwei gute Läufe gelingen, wird er wohl um einen Platz unter den besten Fünf mitkämpfen.