Aufgrund der Streckenverhältnisse in Wengen (SUI) machten die Veranstalter aus drei geplanten Rennen zwei. Der Slalom wurde kurzerhand aus dem Rennplan gestrichen. Die spektakuläre Abfahrt und die Super-Kombination konnten jedoch durchgeführt werden.

Waghalsiger Miller bezwingt das Lauberhorn
Auf der Lauberhorn-Strecke wurde ein spannendes Rennen geboten. Im Ziel waren die meisten Abfahrer sichtlich erschöpft. Eine nicht geringer Zahl der Starter schaffte es gar nicht bis ins Ziel und musste nach einem Sturz ausscheiden. Bis auf den Österreicher Christoph Gruber, der Siebter wurde, verletzte sich aber keiner der Athleten ernsthaft. Sieger der Abfahrt wurde Bode Miller. Der US-Amerikaner bewies Mut und kam mit den schwierigen Verhältnissen auf der engen und steilen Piste am besten zurecht. Zweiter in der Abfahrt wurde ein weiteres Mal Didier Cuche (SUI), der mit seinen konstanten Ankünften auf dem Podium zwar den Abfahrtsweltcup anführt, jedoch den Sieg in diesem Winter bisher schon viermal knapp verpasste. Platz drei und somit ein erneut gutes Resultat konnte der Italiener Peter Fill verbuchen.


Mario Matt dreht das Klassement um
Miller hätte der König von Wengen werden können, denn auch einen Tag später, in der Abfahrt der Super-Kombination lag der Amerikaner zunächst auf Rang zwei. Er konnte aber im zweiten Teil des Wettbewerbs seinen Slalom-Fluch nicht brechen, fädelte erneut ein und schied aus. Mario Matt aus Österreich wurde zum Held des Tages. Nach der Abfahrt nutzte er als Erster im Slalom die guten Pistenverhältnisse und holte unglaubliche 30 Plätze auf, bis er schließlich das Klassement umgedreht hatte und der Sieger der Super-Kombination wurde. Auch der Schweizer Marc Berthod, der zuletzt im Slalom in Adelboden siegreich war, unterstrich seine gute Form mit dem zweiten Rang. Sein Teamkollege Silvan Zurbriggen erzielte mit Platz drei das beste Weltcupresultat, das er je in einer Super-Kombination erreichte.

Deutsche nicht vorne mit dabei
Bei den deutschen Herren lief es an beiden Tagen weniger erfreulich. Das beste Abfahrtsresultat lieferte aus deutscher Sicht Stephan Keppler auf Rang 26, der mit Startnummer eins auf Sicherheit gefahren war. Johannes Stehle wurde auf Platz 32 Bester seines Teams in der Super-Kombination.