Wer die Streif genau kennt, hat die Neuerung sofort erkannt. Die Hausbergquerfahrt hat neue Hochsicherheitsmasten und ein neues Netz bekommen. Die Masten wurden nochmals fünf Meter nach hinten versetzt, um die Sturzzone zu vergrößern.

Tests über das ganze Jahr
Die Gesamthöhe Boden - Masten beträgt nun nicht weniger als acht Meter. Das ganze Jahr über wird in Kitzbühel nach den besten Materialien gesucht und auch vor Ort getestet. Die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Produzenten erfordert ein hohes Maß an Aktualität und Materialkenntnis. Dass mit großer Akribie gearbeitet wird, damit alle Zäune sieben Tage vor den Rennen in perfektem Zustand sind, zeigt die dreiwöchige Aufbauzeit. Dabei werden zwölf Kilometer Zuschauerzäune installiert. Im Herbst beginnen die Aufbauarbeiten für die Hochsicherheitsnetze, die alle mit Zertifikaten ausgestattet sind.

3.200 Stangen für die B-Zäune
Die rasante Entwicklung im Skirennsport erfordert optimale Lösungen. Jeden Meter bis einen Meter fünfzig werden die A-Netze im Bodenseil mit Spezial-Aufhängegummispanner befestigt, im Führungsseil rund alle zwei Meter. Teilweise werden Doppel A-Netze, wie zum Beispiel bei der Ausfahrt Mausefalle angebracht. Die Gleitplanen, die über den A-Netzen angebracht werden sind aus einem winddurchlässigen, PVC-beschichteten Polyestergewebe mit extrem hoher Reißfestigkeit und sind am Rand verstärkt. Um eine weitere Absicherung bei extremen Stellen vorzunehmen, werden 800 Laufmeter Aufprallmatten angebracht. Die B-Netze haben zumeist alle zwei Meter eine Poly-carbonat-Sicherheitszaunsäule angebracht. Die Abstände zwischen den Zaunsäulen ist je nach Örtlichkeit zwischen 150 und 200 Zentimetern. Das heißt, dass für die B-Netze über 3200 Befestigungsstangen in den Boden eingebracht werden müssen. B-Netze werden meistens, je nach Streckenabschnitt, der möglichen Renngeschwindigkeit der Rennläufer, Steilheit und Kurssetzung, zwei- und dreifach hintereinander gesetzt, davor steht meistens der sogenannte Gleitzaun. Dabei werden die Abstände zwischen den Zäunen wiederum genau der oben genannten Parameter eingegliedert.


Schneller Abbau nach den Rennen
Rechnet man alle Befestigungsstangen und Zaunsäulen zusammen, kommt man auf eine Zahl von 10.000 Stück. Nach den Rennen wird schnellstens alles wieder abgebaut, sämtliche Teile gewaschen und erstklassig aufbewahrt um Abnützungen zu vermeiden. Die gesamte Arbeit des Rennstreckensicherheitsteam, das eng mit dem Pistenteam zusammenarbeitet, ist eine große Herausforderung. Werden doch die Arbeiten oftmals bei Temperaturen bis zu -17° ausgeführt.