Die Amerikanerinnen haben die Super-Kombination in Altenmarkt-Zauchensee dominiert. Dank Julia Mancuso und Lindsey Kildow gab es einen US-Doppelsieg. Dritte wurde Marlies Schild.

Mancuso mit Traumabfahrt
Vor dem Rennen zählten neben den Amerikanerinnen auch die Österreicherinnen zu den Sieganwärterinnen - allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Die stärke der US-Ladies liegt in den schnellen Wettbewerben, während die ÖSV-Damen besser in den technischen Rennen zurecht kommen. So mussten Marlies Schild und Nicole Hosp den Rückstand in der Abfahrt in Grenzen halten. Dieses Vorhaben ging aber nicht auf. Schuld daran war ein Traumlauf von Julia Mancuso. Sie legte eine fehlerfreie Abfahrt hin. Nur Lindsey Kildow konnte ihrer Teamkollegin annähernd folgen, hatte aber ebenfalls einen Rückstand von 88 Hundertsteln. Marlies Schild lag vor dem Slalom bereits 1.75, Nicole Hosp sogar 1.85 Sekunden zurück.

Slalombestzeit durch Zahrobska
Als Erste ließ im Slalom Sarka Zahrobska aufhorchen. Die Tschechin zählt derzeit zu den weltbesten Technikerinnen und legte mit 48,61 Sekunden erst einmal vor. Damit verbesserte sie sich vom 28. auf den fünften Rang. Erst Resi Stiegler konnte Zahrobska vom ersten Platz verdrängen. Marlies Schild wusste, dass sie alles riskieren musste, um noch eine Siegchance zu haben. Allerdings blieb die Österreicherin nicht ohne Fehler, setzte sich aber dennoch an die Spitze. Nur ein Zehntel langsamer als Schild war Lindsey Kildow im Slalom. Mit einem engagierten und überraschend starkem Lauf setzte sie sich klar in Führung. Von Julia Mancusos Vorsprung blieben am Ende nur sechs Hundertstel übrig. Dies reichte aber zu ihrem zweiten Weltcup-Sieg. Mit Mancuso, Kildow und Stiegler platzierten sich drei US-Girls unter den besten Vier. Damit gewann die USA auch den Ländervergleich mit Österreich, das neben Schild mit Niki Hosp als Sechste und Michaela Kirchgasser als Siebte noch zwei weitere Athletinnen in den Top Ten vorzuweisen hatte.

Pärson scheidet aus
Gute Chancen hatte nach der Abfahrt auch noch Anja Pärson. Die Schwedin lag in Schlagdistanz zu den beiden Amerikanerinnen. Sie wies einen Rückstand von 1.12 Sekunden nach der Abfahrt auf und ging mit vollem Risiko in den Slalom. Kurz vor dem Ziel konnte sie die enge Linie aber nicht mehr halten und verpasste ein Tor.

Stechert beste Deutsche
Einen schwarzen Tag erwischten die Damen vom DSV. Von den fünf Athletinnen konnte sich keine unter den besten 30 platzieren. Nach der Abfahrt war Petra Haltmayr als 31. beste Deutsche. Die Rettenbergerin verzichtete aber auf einen Start im Slalom. Maria Riesch und Fanny Chmelar schieden im Slalom aus. Am Ende kamen nur Gina Stechert und Monika Springl in die Wertung. Beide verpassten allerdings die Weltcup-Punkte. Stechert war letztendlich 32., Springl 34.


Schild im Weltcup vorne
Sowohl im Kombinations-Weltcup als auch im Disziplinen-Weltcup liegt Marlies Schild an der Spitze. Die 25-Jährige führt mit 881 Punkten vor Hosp (748) und Zettel (562). Nach zwei Super-Kombinationen hat Schild 160 Zähler auf ihrem Konto. Zweite ist Michaela Kirchgasser (116), Dritte Julia Mancuso (115).