Mario Matt hat sensationell die Super-Kombination der Herren in Wengen (SUI) gewonnen, obwohl der Österreicher nach der Abfahrt nur auf dem 30. Rang gelegen hatte. Grund zum Jubel hatten einmal mehr die Schweizer. Marc Berthod wurde Zweiter und Silvan Zurbriggen Dritter.

Weltrekord durch Mario Matt
Nachdem vergangene Woche erst Marc Berthod einen neuen Weltrekord aufstellen konnte, als er im Slalom von Adelboden vom 27. Rang auf den ersten vorpreschte, verbesserte diese Marke nun Mario Matt. Nach der Abfahrt lag Matt auf dem 34. Rang. Da aber acht Athleten auf den Slalomstart verzichteten, darunter auch Stephan Keppler und Hermann Maier, konnte Matt mit Startnummer eins in den Slalom gehen. Damit fand der 27-Jährige noch beste Pistenverhältnisse vor und legte einen fehlerfreien Lauf hin. An die Zeit von 2:27,87 Minuten sollte keiner mehr herankommen. Sicherlich waren ihm dabei auch die Bedingungen behilflich, denn die Piste wurde immer schlechter. So musste immer wieder Schnee nachgelegt werden, da schon bei einigen Toren die Wiese wieder zum Vorschein kam. Für Matt war es der erste Weltcup-Sieg seit März 2005.

Fill Schnellster in der Abfahrt
Die Abfahrt der Super-Kombination entschied Peter Fill für sich. Der Italiener zeigte auf dem Lauberhorn eine starke Vorstellung und verwies so Bode Miller auf den zweiten Platz. Miller kam aber an seinen Traumlauf vom Vortag, als er die Abfahrt dominierte, nicht heran. Drittschnellster war Michael Walchhofer. Sowohl Walchhofer als auch Fill konnten im Slalom nicht überzeugen und fielen auf den 15. beziehungsweise 21. Rang zurück. Bode Miller musste man nach der Abfahrt die besten Chancen auf den Sieg einräumen. Allerdings bringt es Miller im Slalom nicht herunter. Wie bereits in der ganzen Saison schied Miller aus und wartet damit weiterhin auf sein erstes Slalomresultat.

Schweizer mit starker Teamleistung
Immer besser in Schwung kommen die Schweizer. Nach Berthods Sensationssieg und den guten Ergebnissen von Didier Cuche in den Speed-Disziplinen landen die Eidgenossen auch in den technischen Wettbewerben wieder vorne. Marc Berthod musste als 18. in den Stangenwald. Aber auch er konnte seinen Vorsprung aus der Abfahrt nicht halten, kam aber Mario Matt noch am nächsten von allen. Direkt hinter ihm startete Silvan Zurbriggen. Er büßte noch etwas mehr Zeit ein, landete aber zum großen Jubel der einheimischen Fans hinter Berthod als Dritter auf dem Podium. Das gute Abschneiden der Schweizer komplettierten Daniel Albrecht als Fünfter und Didier Defago auf Rang sieben.

Kostelic erneut stark
Eine starke Super-Kombination fuhr einmal mehr Ivica Kostelic. Der Kroate, der die Kombination auf der Reiteralm gewinnen konnte, verpasste als Vierter das Podium nur knapp. Benni Raich galt als einer der Top-Favoriten. Am Ende wurde der 'Blitz aus Pitz' Sechster. Dadurch konnte er einige Zähler im Kampf um den Gesamtweltcup auf Aksel Lund Svindal aufholen, der in Wengen Achter wurde.

Deutsche ohne Chance
Für den Deutschen Skiverband gingen Stephan Keppler und Johannes Stehle an den Start. Keppler kam nach einem kapitalen Fehler im Brüggli-S, einem entscheidenden Punkt in der Abfahrt, mit einem großen Rückstand ins Ziel. Johannes Stehle machte es etwas besser. Er lag nach der Abfahrt auf dem 32. Rang. In den Slalom ging er als Dritter. Am Ende verpasste er als 32. im Gesamtklassement aber die Weltcup-Punkte.


Berthod übernimmt Führung
Im Kombinationsweltcup hat Marc Berthod durch seinen zweiten Rang nach nun drei Rennen die Spitze übernommen. Der Schweizer hat 173 Punkte auf seinem Konto und damit einen mehr als Aksel Lund Svindal. Dritter ist Ivica Kostelic (150). Im Gesamtweltcup hat Svindal seine Führung aber verteidigt. Der Norweger kommt auf insgesamt 703 Zähler. Zweiter ist Didier Cuche (651) vor Bode Miller (640).