Marlies Schild heißt erneut die Siegerin des Nachtslaloms von Zagreb (CRO). Bei schwierigen Bedingungen setzte sich die Österreicherin in 01:59,40 Minuten klar durch und verwies die Kroatin Ana Jelusic mit 1,66 Sekunden Rückstand auf den zweiten Rang. Dritte wurde Sarka Zahrobska (CZE), die 1,85 Sekunden hinter Schild war.

Schild wieder in eigener Liga
Wieder einmal in ihrer eigenen Liga fuhr Marlies Schild. Die Österreicherin hatte schon nach dem ersten Durchgang einen großen Vorsprung und ließ sich auch im Finale durch die Buhrufe der Zuschauer nicht irritieren und feierte am Ende ihren bereits fünften Saisonsieg. Sie hatte nach zwei Durchgängen trotz eines Fehlers im Finale stolze 1,66 Sekunden Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Damit konnte Schild ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholen und erneut die Snow Queen Trophy gewinnen. Zudem baute die Österreicherin ihren Vorsprung sowohl im Slalom- als auch im Gesamt-Weltcup weiter aus.

Jelusic lässt Zuschauer jubeln
Die kroatische Nationalheldin Janica Kostelic fuhr in diesem Jahr nur als Vorläuferin mit Helmkamera mit, aber Ana Jelusic sprang in die Bresche und ließ die mehr als 20.000 begeisterten Zuschauer jubeln. Nach dem ersten Durchgang noch auf dem dritten Platz gelegen, fuhr die Kroatin im Finale gerade im Steilhang ein gutes Rennen und schob sich noch auf Rang zwei vor. Somit errang die 20-Jährige ihr bislang bestes Weltcup-Resultat und den ersten Podestplatz ihrer Karriere - und dies vor heimischer Kulisse!

Zahrobska mit Laufbestzeit auf das Podest
Auch die Tschechin Sarka Zahrobska hatte allen Grund zum Jubeln. Im ersten Durchgang hatte die 21-Jährige nach einigen Fehlern noch auf dem 14. Rang gelegen, aber im Finale zeigte sie ihre ganze Klasse. Mit Laufbestzeit schob sie sich Rang für Rang nach vorne und landete am Ende sogar noch auf dem Podest. Auch für Zahrobska war es der erste Podestplatz der Karriere.

Schwedinnen vergeben Podestplätze
Mit Anja Pärson, Therese Borssen und Maria Pietilae-Holmner waren nach dem ersten Durchgang gleich drei Schwedinnen unter den ersten sechs. Doch zunächst fiel Pietilae-Holmner nach einem schweren Fehler im Steilhang weit zurück und dann erwischte es Borssen und Pärson. Beide fielen aus. Pärson war dabei klar auf Kurs Bestzeit, bevor sie kurz vor dem Ziel zu weit hinten saß und stürzte. Auch die beiden bislang so starken ÖSV-Damen Nicole Hosp und Kathrin Zettel hatten auf der Piste ihre Probleme. Sie kamen auf die für ihre Verhältnisse eher ungewohnt weit hinten gelegene Plätze elf und zwölf.

Hölzl auch im Slalom auf dem Vormarsch
Für den Deutschen Skiverband holten in Zagreb Monika Bergmann-Schmuderer (SpVgg Lam) und Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen) die Kastanien aus dem Feuer. Bergmann-Schmuderer lag nach dem ersten Durchgang noch auf Platz zehn, verbesserte sich dann noch auf Rang sieben und schaffte erneut eine Top Ten-Platzierung. Kathrin Hölzl konnte nach ihren Erfolgen im Riesenslalom nun auch im Slalom nach vorne fahren. Sie qualifizierte sich gerade noch als 30. für das Finale, nutzte dann aber die guten Bedingungen und kam noch auf den 15. Platz.


Ausfälle beim DSV
Neben Bergmann-Schmuderer und Hölzl schaffte in Zagreb nur noch Fanny Chmelar (SC Partenkirchen) den Sprung in das Finale. Am Ende holte die 21-Jährige als 24. noch einige Weltcup-Punkte. Annemarie Gerg (SC Lenggries) und die beiden Schwestern Maria und Susanne Riesch (beide SC Partenkirchen) schieden bereits im ersten Durchgang aus. Carolin Fernsebner (SK Ramsau) konnte sich nicht für das Finale der besten 30 qualifizieren.