Seit offiziell vom IOC bekannt gegeben wurde, dass die junge Disziplin Skicross in das olympische Programm aufgenommen wurde, ist die Motivation der Skicrosser noch größer.

Training in Hintertux
In Begleitung von Alex Köstler und Heli Herdt trafen sich acht Skicross Begeisterte vom 15.-17. Dezember in Hintertux, nachdem bereits drei Maßnahmen mit Simon Willmann im Kaunertal stattfanden. Nachdem bei den letzten Trainingslagern mit Startanlage - denn ein schneller Start ist oft entscheidend - gearbeitet wurde, ist sie aufgrund der erschwerten Logistik, zugunsten von Riesenslalom-Training im Keller geblieben.

Start im Skicross ist enorm wichtig
Skicross kann mit drei typischen Kriterien beschrieben werden: ca. 25 % der Laufzeit befindet sich der Skicrosser in der Luft, ca. 25 % sind mit dem Befahren weiterer Bodenformen wie Wellen, Roller Turns zu bewältigen. Der Rest (50%) sind klassische Kurven, Gleit- oder Traversierungs Fahrten. Hinzu kommt, dass der Start aus dem Startgate besondere Anforderungen stellt, die trainiert werden müssen. Der Start im Skicross ist ähnlich wichtig wie zum Beispiel in der Formel 1. Wer vorne ist, hat freie Fahrt und kann sich auf seine Linie konzentrieren.

Optimale Griffposition muss herausgefunden werden
Das Startgate hat rechts und links zwei sogenannte Handlebars ca. 95 cm über der Schneeoberfläche. Von diesen Handlebars, ca. 10 cm lang, zieht sich der Skicrosser möglichst gleichzeitig mit dem Öffnen der Startklappe aus dem Gate. Wichtig dabei ist, dass jeder für sich die optimale Griffposition an der Handlebar herausfindet, mit der auch der Stock unmittelbar nach Verlassen des Startgates zur Beschleunigung eingesetzt werden kann.

Riesenslalom-Training auf dem Programm
Der Samstag konnte, trotz nicht ganz optimalem Wetter gut, für ein Riesenslalom-Training genutzt werden. Die Skicross-Strecken sowohl auf nationaler als auch auf internationalen Veranstaltungen sind wie oben beschrieben zu ca. 50 % nur mit einer guten Riesenslalom-Technik schnell und sicher zu bewältigen. Deshalb wird auch im Training großer Wert darauf gelegt. Sowohl Samstag als auch Sonntags stand deshalb jeweils am Vormittag Riesenslalom-Training auf dem Plan. Nachmittags wurde der bestens gepflegte "Better Park" für Sprungtraining genutzt. Die Sprünge im Park unterscheiden sich nur unwesentlich von denen auf den Skicross-Strecken. Vor allem die ungewohnte Situation am sogenannten Take Off, also dem Absprungpunkt, wo nicht zu sehen ist, wie die Landung aussieht, erfordert immer wieder eine gewissen Überwindung.


Auch Wettkampfsituation konnte trainiert werden
Die Wettkampfsituation konnte auch noch trainiert werden, da unterhalb des Parks eine kleine Snowcross-Strecke steht, die zwar leider ohne Startanlage, aber immerhin einige kleine Steilkurven und Sprünge beinhaltet, sowie in der Flachpassage am Ende der Strecke ein ganze Reihe von Wellen. Das Training beinhaltete somit alle wichtigen Bausteine, um erfolgreich in die Saison starten zu können.

Die nächsten Termine
Die Saison beginnt nun mit einen Skicross-Event in Zermatt (Swiss Skicross Series; www.skicross-series.ch) am 6. und 7. Januar 2007. Für die Weltcup-Starter geht es von dort direkt weiter zu den FIS Freestyle World Cups in Flaine (10.1.) und Les Contamines/FRA (13.1.). Danach geht es direkt weiter nach Garmisch-Partenkirchen zum Saab Salomon Crossmax Event (18./19.1.), der auch X-Games Qualifier Event ist. (X-Games 26. - 28.1.07/Aspen). Noch vor den X-Games stehen die FIS Freestyle Weltmeisterschaften in Madonna di Campiglio (ITA) auf dem Programm. Neben Skicross finden dort auch Buckel, Halfpipe und Aerial Wettkämpfe statt.