Den erste Slalom im italienischen Alta Badia hat der Schwede Markus Larsson für sich entschieden. Er distanzierte Ted Ligety aus den USA um 19 Hundertstelsekunden. Dritter wurde der Kroate Ivica Kostelic. Felix Neureuther war als 18. bester Deutscher.

Piste hält nicht lange durch
Regen am Nachmittag vor dem Rennen und Neuschnee am Morgen sorgten für schwierige Bedingungen bei der Erstaufführung des Slaloms von Alta Badia. Das Rennen schloss die viertägige Dolomiten-Trophy ab, deswegen wurde der beliebte Nachtslalom in Madonna di Campiglio geopfert. Sportlich war das im Nachhinein durchaus keine glückliche Wahl, denn die Piste wies schon nach wenigen Fahrern Risse auf und bot dem großen Teilnehmerfeld nur kurz gute Bedingungen. Ob aber die Piste in Madonna die Campiglio bei gleichem Wetter besser gewesen wäre, bleibt wohl fraglich.

Tissot mit Laufbestzeit in Durchgang eins
Die ersten Startnummern boten so große Vorteile, und die wussten die besten Slalomfahrer natürlich zu nutzen. Gleich vier Techniker lagen nach Durchgang eins nah beieinander. Der Franzose Stephane Tissot hatte die Bestzeit vorgelegt, doch Kalle Palander, Benjamin Raich und Ted Ligety blieben in Schlagdistanz. Und auch die Plätze fünf bis sieben waren noch unter einer Sekunde zurück - damit deutete sich ein spannendes Finale bereits an.

Vogl scheidet aus
Der Rest des Feldes wurde sehr unterschiedlich mit der brüchigen Strecke fertig. Viele Ausfälle kennzeichneten das Geschehen. Darunter fanden sich auch einige prominente Namen. Bode Miller traf es genauso wie nahezu die gesamte österreichische Mannschaft. Außer Raich qualifizierte sich kein ÖSV-Fahrer für den zweiten Lauf, somit setzte sich die Krise der Österreicher nahtlos fort. Aber auch Alois Vogl rutschte über den Innenski weg und musste früh seine Hoffnungen auf ein erstes gutes Weltcup-Resultat begraben. Mit Stefan Kogler schied auch der dritte deutsche Starter vorzeitig aus.

Vajdic Schnellster im Finale
Im zweiten Durchgang wurden die Karten dann aber noch einmal völig neu gemischt. Mit niedrigeren Startnummmern konnte Bernard Vajdic die Bedingungen am besten nutzen und die schnellste Zeit fahren. Damit kam der Slowene noch bis auf Rang neun vor. Sehr gut fuhr auch Jimmy Cochran aus den USA, sowie Julien Lizeroux und Jean-Baptiste Grange. Für die beiden Franzosen ging es sogar bis auf die Plätze sechs und acht nach vorne. Mit Markus Larsson zeigte der erste Topfahrer des ersten Durchgangs eine sehr gute Leistung, vor allem nach dem Steilhang konnte er die Ski laufen lassen und sammelte im Flachstück wertvolle Zeit. Im Ziel freute er sich über die Führung, mit dem Sieg konnte er aber noch nicht rechnen.

Neureuther ohne Fortune
Nach dem Schweden ging Felix Neureuther auf die Strecke. Der Deutsche machte aber im flachen Teil einen Fehler, rettete sich artistisch in die nächsten Tore, verlor aber die Geschwindigkeit. Immerhin holte er als 18. wieder Weltcup-Punkte. Am heutigen Tag war erneut ein Podestplatz in Reichweite des Partenkircheners. Auch Ivica Kostelic und Ted Ligety verfehlten Larssons Bestmarke. Danach standen nur die drei Besten noch im Starthaus.


Larsson übernimmt Slalom-Spitze
Benjamin Raich konnte dem Druck in Alta Badia nicht standhalten. Mit ihm schied auch der letzte Österreicher aus. Nach einem klaren Einfädler fuhr er zwar noch ins Ziel, das war aber ohne Belang. Am Ende schaffte es so kein ÖSV-Fahrer in die Wertung. Kalle Palander fuhr zu hart, auch er erwischte einen Schlag und verlor viel Zeit. Am Ende stand Rang fünf für ihn zu Buche. Der Schlusspunkt war Tissot vorbehalten. Doch dessen Fahrt ging nur wenige Tore weit, ehe er einfädelte, auf den Rücken stürzte und damit ausschied. Damit stand Larsson als Sieger fest, der Schwede führt damit auch die Slalomwertung an. Im Gesamtweltcup änderte sich nicht viel, es führt weiter Aksel Lund Svindal. Die nächsten Rennen der Herren finden bereits am 20. und 21. Dezember in Hinterstoder (AUT) statt.