Der ehemalige Abfahrts-Weltcupsieger Andreas Schifferer hat überraschend seinen sofortigen Rücktritt vom aktiven Rennsport angekündigt. In einem Telefonat informierte er die ÖSV-Trainer Toni Giger und Jürgen Kriechbaum von seiner Entscheidung. Schifferer war zuletzt im Weltcup nicht berücksichtigt worden.

Karrierehöhepunkt 1998
Zwischen 1997 und 1999 hatte der 32-Jährige seinen Karrierehöhepunkt. Er gewann acht Weltcuprennen, darunter sieben Abfahrten und einen Super-G. Damit konnte er 1998 die kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup hochhalten und lag auch in der Gesamtwertung an zweiter Stelle. Danach konnte er nicht mehr ganz nach vorne fahren, war aber bis 2003 noch auf den Siegerpodesten zu finden.


Olympia-Bronze in Salt Lake City
Dennoch war Schifferer bis in die letzte Saison immer für ein Top-Resultat gut. 15-mal kam er 2005/2006 in die Punkteränge, einmal als Neunter in die Top-Ten. Das reichte im starken ÖSV-Kader nicht für die Olympia-Teilnahme, auch die letzten Weltmeisterschaften sah Schifferer nur als Zuschauer. Dennoch konnte er auch bei Großereignissen schon Erfolge feiern. 1997 gewann er Bronze im Riesenslalom der WM von Sestriere, 2002 holte er ebenfalls Bronze im olympischen Super-G von Salt Lake City. Vor der Saison wechselte der Radstadter noch einmal das Material, in diesem Winter konnte sich Schifferer aber gegen die starke interne Konkurrenz nicht durchsetzen. Nachdem er auch auf der Reiteralm nicht berücksichtigt wurde, bat er sich etwas Bedenkzeit aus und erklärte nun seinen Rücktritt.