Mit einer erneuten Überraschung endete die Super-Kombination der Herren auf der Reiteralm (AUT). Durch einen fantastischen Slalomlauf siegte der Kroate Ivica Kostelic in 02:08.90 Minuten vor dem jungen Österreicher Romed Baumann (+1,08) und Pierrick Bourgeat (+1,51, FRA). Somit gab es bei den alpinen Herren im achten Rennen der Saison den achten unterschiedlichen Sieger aus der achten verschiedenen Nation.

Reiteralm springt für Val d'Isere ein
Innerhalb einer Woche mussten die Verantwortlichen auf der Reiteralm eine ansprechende Piste zaubern, um die Super-Kombination durchführen zu können und als Ersatzort für das schneelose Val d'Isere einzuspringen. Die Piste erwies sich als weich und der Super-G war als leicht einzustufen. Dadurch konnten die Speed-Fahrer in der ersten Disziplin des Tages nicht so viel Vorsprung herausfahren und am Ende triumphierten die Techniker.

Kostelic überragend im Slalom
Gerade Ivica Kostelic kam mit den eigenwilligen Schneebedingungen bestens zurecht. Nach dem Super-G lag der Kroate noch auf dem siebten Rang, schob sich aber mit einer imponierenden Leistung im Slalom ganz nach vorne. Im Ziel war er über eine Sekunde vor dem Zweitplatzierten und setzte sich am Ende überlegen durch. Für den 27-jährigen Kroaten war es der achte Weltcup-Sieg, jedoch waren seine sieben Siege zuvor alle im Slalom.

Baumann bestätigt Allrounder-Qualitäten
Überraschend gelang dem 20-jährigen Österreicher Romed Baumann der Sprung auf das Podest. Der amtierende Junioren-Vizeweltmeister in der Abfahrt und im Slalom ging mit der hohen Startnummer 54 in das Rennen und legte im Super-G, den er auf dem neunten Rang beendete, den Grundstein zu der tollen Platzierung. Dann spielte Baumann seine Qualitäten im Slalom voll aus und schob sich auf Platz zwei. Direkt dahinter konnte sich Techniker Bourgeat noch auf den dritten Rang schieben. Nach dem Super-G lag der Franzose noch auf dem 13. Platz. Auf dem geteilten vierten Rang lagen am Ende der Schwede Hans Olsson sowie Kombinations-Olympiasieger Ted Ligety aus den USA.


Miller und Maier scheiden aus
Die Super-Kombination auf der Reiteralm war nicht das Rennen für die Favoriten. Bereits im Super-G schied Mitfavorit Bode Miller (USA) nach einem Innenskifehler aus. Die ÖSV-Stars Benjamin Raich, Rainer Schönfelder und Michael Walchhofer platzierten sich auf den Rängen acht, zehn und 16. Hermann Maier schied nach einem passablen Super-G im anschließenden Slalom ebenso aus wie der Schweizer Didier Defago.

Kein guter Tag für den DSV
Vom Deutschen Skiverband waren auf der Reiteralm drei Aktive mit dabei. Felix Neureuther rechnete sich vor dem Rennen durchaus Chancen auf eine gute Platzierung aus. Doch schon im Super-G lief es nicht rund für den Deutschen und er wurde nur 54. In seiner Spezial-Disziplin Slalom dann konnte sich Neureuther noch auf den 34. Rang vorfahren, verpasste aber Weltcup-Punkte. Stephan Keppler und Stefan Kogler schieden bereits im Super-G aus.

Svindal weiter im Gesamt-Weltcup vorne
Der Norweger Aksel Lund Svindal erreichte am Sonntag den sechsten Rang und baute damit die Führung im Gesamt-Weltcup weiter aus. Zweiter in dieser Wertung ist Peter Fill vor dem Schweizer Didier Cuche. Auch im Kombinations-Weltcup ist Svindal nach zwei Wettbewerben mit 140 Zählern vorne. Dahinter rangiert nach seinem Sieg auf der Reiteralm der Kroate Ivica Kostelic.