Auf der Reiteralm in Österreich gilt es am Sonntag zum zweiten Mal in diesem Winter für die besten Allronder. Die alpinen Herren werden dann statt einer Abfahrt - wie in Val d'Isère geplant - einen Super-G mit einem Slalom kombinieren.

Svindal will Führung verteidigen
Gespannt sein darf man auf den Sieger der ersten Super-Kombination der Saison in Beaver Creek (USA). Aksel Lund Svindal zählt nicht erst seit seinem Sieg zu den ganz heißen Kandidaten auf den Gewinn des Gesamtweltcups. Ob sich der Norweger wirklich Hoffnungen auf die große Kristallkugel machen darf, darauf wird es auf der Reiteralm einen weiteren Hinweis geben. Denn die Top-Favoriten Benni Raich und Bode Miller dürfen sich dort keine Ausrutscher mehr erlauben, um nicht schon so früh in der Saison den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Svindal will seine Führung in der Gesamtwertung mit einer weiteren Top-Platzierung behalten. Anders als Miller fährt der 23-Jährige nicht Alles oder Nichts, was am Ende der Saison den Ausschlag geben könnte.

Aufstand der Jugend
Ohnehin hat die erste Super-Kombination gezeigt, dass eine Reihe von jungen Fahrern auf dem Sprung in die Weltspitze sind. Mit Svindal stand mit Marc Berthod ein weiterer Rennläufer auf dem Podest, der Anfang 20 ist. Unter die ersten 15 Platzierten fuhren insgesamt zehn Fahrer die Jahrgang 1982 oder jünger sind. Dies waren unter anderem Peter Fill (ITA), Niklas Rainer (SWE), Jean-Baptiste Grange (FRA) und Ted Ligety (USA). Von den arrivierten Athleten konnten nur Rainer Schönfelder als Dritter und Didier Defago, der Achter wurde, überzeugen.

Österreicher wollen aus der Krise
Gerade die bereits angesprochenen Benni Raich und Bode Miller werden daher darauf brennen, die Verhältnisse wieder zurechtzurücken. Beide schieden in Beaver Creek im Slalom aus. Vor allem die österreichische Mannschaft musste nach den enttäuschenden Ergebnissen in Übersee heftige Kritik einstecken. Daher werden die ÖSV-Athleten wie Michael Walchhofer, der vergangene Saison die Super-Kombi in Val d'Isère (FRA) gewann, alles daran setzen, um einen weiteren Rückschlag zu vermeiden. Walchhofer zählt aufgrund des Disziplinentauschs aber eher nicht zu den Favoriten. Mit Rainer Schönfelder und Benni Raich haben die Österreicher aber zwei potenzielle Sieger in ihrem Kader.

Drei DSV-Starter auf der Reiteralm
Vom Deutschen Skiverband (DSV) gehen drei Starter ins Rennen. Felix Neureuther zeigte sich bei seinem Slalom-Podestplat in Beaver Creek in starker Verfassung, räumte aber nach dem Rennen ein, noch viele Fehler im zweiten Durchgang gemacht zu haben. Dies will er auf der Reiteralm verbessern und so erneut in der Kombi Weltcup-Punkte sammeln. Außerdem werden Stephan Keppler und Stefan Kogler starten.


Erstmals kleine Kristallkugel in der Kombination
Für den Kampf um die Premieren-Kristallkugel in der Super-Kombination, erstmals gibt es eine eigene Wertung, warten auf die Allrounder nach dem Rennen auf der Reiteralm noch drei weitere Stationen. Die nächste Super-Kombination findet am 12. Januar in Wengen (SUI) statt. Bereits eine Woche später folgt Chamonix (FRA). Die letzte Kombination des Winters wird noch im alten Modus, eine Abfahrt plus zwei Slalomdurchgänge, in Kitzbühel veranstaltet.

Wir berichten natürlich von der Super-Kombination in unserem Live-Ticker!