Vor den Weltcup-Rennen in Lake Louise (CAN) sprach Ski2b mit Völkl-Neuzugang Nadia Styger, die sich auf die ersten Speed-Rennen der Saison freute. Außerdem äußert sich die Schweizerin zum Materialwechsel und der problematischen Terminlage der europäischen Weltcup-Veranstalter.

Ski2b: Hallo Nadia. Du bist seit diesem Winter auf Völkl-Skiern unterwegs. Warum hast du dich zu diesem Wechsel entschlossen - und wie kommst du mit deinem neuen Material zurecht?
Nadia Styger: Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich sehr gut „aufgehoben“ bin bei Völkl, d.h. die Betreuung optimal ist! Am Anfang war es sicherlich eine Umstellung mir den neuen Skiern, aber in der Zwischenzeit sind wir - die Völkl-Ski und ich - immer mehr vertraut!

Ski2b: Wie lief deine Vorbereitung?
Nadia Styger: Es lief eigentlich alles gut. Ich hatte keine größeren Verletzungen und auch mit den Pisten- und Wetterverhältnissen hatten wir meistens Glück!

Ski2b: Wie hast du deine Schwerpunkte in diesem Winter gesetzt?
Nadia Styger: Es sind Weltmeisterschaften und das ist sicherlich eines der Hauptziele, dort eine Medaille zu gewinnen. Es ist aber auch ein Ziel, mit dem neuen Material in den Speeddisziplinen dort weiterzumachen, wo ich letztes Jahr aufgehört habe, also weitere Spitzenränge einzufahren!

Ski2b: Für dich beginnt der eigentliche Weltcup-Start wohl erst mit den Speedrennen in Lake Louise. Wie fühlst du dich vor den Rennen in Kanada?
Nadia Styger: Ich hatte schon ein Rennen in Aspen, einen Riesenslalom, den ich aber nach sechs Toren auf dem Innenski beendete. Für die Speedrennen in Lake Louise fühle ich mich parat und ich freue mich, dass es auch endlich in den „schnellen Disziplinen“ losgeht!

Ski2b: Im Vorjahr konntest du hier Platz fünf und sechs einfahren. Liegt dir die Strecke?
Nadia Styger: Ich bin hier ganz gerne! Es ist hier immer speziell! Alle Mannschaften wohnen im gleichen Hotel und die Stimmung ist bei allen meistens gut vor den ersten Rennen!

Ski2b: Was kennzeichnet die Piste in Lake Louise - was sind die Schlüsselstellen?
Nadia Styger: Der mittlere Teil ist vor allem technisch schwierig und man kann dort viel Zeit gewinnen oder verlieren! Aber auch auf den Flachstücken braucht es immer einen schnellen Ski und den hab ich ja!

Ski2b: In Europa mussten die Rennen in St. Moritz mangels Schnee abgesagt werden - damit werden die Schweizer Damen nur beim Finale in Lenzerheide ein Heimspiel haben. Ist das ein sportlicher Nachteil?
Nadia Styger: Ein sportlicher nicht. Aber ich wäre sehr gerne in St. Moritz gestartet, da es immer schön ist im eigenen Land zu starten!

Ski2b: Wie gehen die Rennläuferinnen mit der wegen des warmen Wetters ungewissen Terminlage in diesem Winter um?
Nadia Styger: Im Skirennsport ist man es gewohnt, dass es Verschiebungen oder sonstige Änderungen geben kann! Daher ist das nicht so schlimm, aber sicherlich würden alle gerne Rennen fahren!