Lindsey Kildow ist die neue Speed-Queen im Weltcup-Zirkus. Nach Platz zwei in der ersten Abfahrt von Lake Louise gewann die Amerikanerin die zweite in 1:48.84 Minuten deutlich vor Renate Götschl (1:50.17) und Anja Pärson (1:50.56).

Faire Bedingungen bei zweiter Abfahrt
Bei der zweiten Abfahrt gab es im Gegensatz zur ersten faire Bedingungen für alle Skirennläuferinnen. Bei Sonnenschein und Minusgraden ging Lindsey Kildow mit Startnummer 30 als Letzte der Top-Fahrerinnen auf die Strecke. Genau vor ihr hatte Renate Götschl schon die Bestzeit von Anja Pärson (SWE) unterboten und machte mit einer starken Leistung den Vortag vergessen. Die Zeit der Österreicherin wurde dann aber von Kildow, die einen perfekten Lauf hinlegte, förmlich pulverisiert.

Styger knapp am Podium vorbei
Auch Nadia Styger zeigte sich bei guten Bedingungen von ihrer besten Seite. Die Schweizerin verpasste als Vierte nur um 14 Hundertstel das Podium. Im Ziel lag sie zunächst in Führung und machte ihrer Freude lauthals Luft. Andrea Fischbacher, die in der ersten Abfahrt mit Startnummer 31 auf den fünften Rang gerast war, durfte dieses Mal unter den ersten 30 starten. Die ÖSV-Athletin wiederholte ihre Platzierung und unterstrich damit, dass sie mittlerweile zu den schnellten Damen in Österreich zählt.

Schild sammelt wichtige Zähler
Einen guten Eindruck hinterließ auch Marlies Schild. Die Technikspezialistin konnte sich als Elfte wertvolle Punkte für den Kampf um den Gesamtweltcup sichern. Zeitgleich mit Schild war Emily Brydon. Die Kanadierin startete bei ihrem Heimspiel erst als 35. Das erste Ausrufezeichen setzte überraschend Chemmy Alcott. Die Engländerin, die als Zweite ins Rennen geschickt wurde, konnte erst von Andrea Fischbacher verdrängt werden. Am Ende reichte es für Alcott noch für den 13. Platz.

Riesch bestätigt Ergebnis
Nach ihrem Sensationssieg bei der ersten Abfahrt zeigte Maria Riesch, dass sie im Speed-Bereich anscheinend schneller schon wieder zur Weltspitze aufschließen konnte, als sie gedacht hatte. Die Partenkirchnerin hatte sich als Ziel, einen Platz in den Top Ten gesetzt. Dies erreichte Riesch mit Rang neun dann auch.

Chmelar und Stechert in den Punkten
In guter Form präsentierten sich auch Fanny Chmelar und Gina Stechert. Chmelar ging als 43. ins Rennen und konnte sich als 17. sogar unter den besten 20 platzieren. Auch Gina Stechert, Startnummer 39, fuhr als 27. in die Weltcup-Punkte. Enttäuschend war erneut das Auftreten von Petra Haltmayr. Die Rettenbergerin hatte sich für die Rennen in Lake Louise viel vorgenommen, blieb die Antwort aber mit Position 49 wieder schuldig. Die fünfte deutsche Starterin Steffi Stemmer kam letztendlich auf Platz 52.


Kildow übernimmt rotes Trikot
Mit ihrem Sieg hat Lindsey Kildow auch die Führung im Abfahrtsweltcup übernommen. Das rote Trikot der Führenden wurde ihr direkt im Zielraum übergestreift. Im Gesamtweltcup gibt es nach wie vor eine österreichische Dreifachführung. Nicole Hosp liegt mit 255 Punkten an der Spitze vor Marlies Schild (237) und Kathrin Zettel (205), die nicht an den Speed-Rennen teilgenommen hat.