Die erste Super-Kombination des Jahres hat der Norweger Aksel Lund Svindal für sich entscheiden können. In 2:06,74 Minuten gewann er vor Marc Berthod (SUI, 2:06,93 Min.) und Rainer Schönfelder aus Österreich (2:07,11 Min.). Das Rennen war dabei von zahlreiche Ausfällen geprägt.

Miller setzt ein Zeichen
Bereits der erste Durchgang auf der Piste 'Birds of Prey' hatte es in sich - bei der verkürzt ausgetragenen Kombinationsabfahrt sahen viele Fahrer das Ziel nicht. Schlimm erwischte es die Australier, bei denen sich gleich zwei Starter verletzten. Die meisten verpassten aber schlicht ein Tor, weil sie die Linie in den steilen und eisigen Kurven nicht halten konnten. Bode Miller jedoch fuhr auf der schweren Strecke wie in seinem Wohnzimmer. Zuletzt völlig außer Form, legte der Amerikaner wieder einmal einen Weltklasselauf hin und deklassierte auch die Abfahrtselite. Christoph Gruber und Didier Cuche konnten bis auf eine halbe Sekunde an den Weltmeister herankommen, der Rest des Feldes verlor mehr als eine Sekunde und mehr. Damit ging der US-Star auch als Top-Favorit ins Finale.

Keppler mit Pech
Konkurrent Benjamin Raich hatte dagegen einen großen Fehler in der Abfahrt, der ihm letztlich 2,6 Sekunden kostete. Knapp hinter ihm kam auch Rainer Schönfelder ins Ziel. Beide hatten damit im Finale niedrige und damit günstige Startnummern. Eine erneut gute Leistung zeigte auch Stephan Keppler in der Abfahrt. Der einzige Deutsche im Feld musste sogar zweimal starten, nachdem er beim ersten Versuch wegen eines Verletzten Fahrers abgewunken wurde. Dennoch fuhr Keppler auf Rang 18 vor. Allerdings schied er im anschließenden Slalom nach Einfädler aus und verpasste so seine Chance auf Punkte.

Schönfelder fährt Laufbestzeit im Finale
Das Schicksal Kepplers teilten elf weitere Fahrer im Finale. Zunächst hatte Rainer Schönfelder einen sehr guten Lauf gezeigt und zunächst die Führung übernommen. Kurz nach ihm folgte Benni Raich. Der Pitztaler fuhr auf Angriff und konnte im oberen Abschnitt seinen Vorsprung deutlich ausbauen - dann scheiterte er aber an einem Übergang und schied aus. Ein Fahrer nach dem anderen verpasste im Folgenden die Richtzeit Schönfelders. Im Schatten der vielen Ausfälle nutzten Ondrej Bank (CZE) und Ales Gorza aus Slowenien ihre Chance auf einen Top-Platzierung und schoben sich hinter den Österreicher. Erst der Norweger Aksel Lund Svindal brach den Bann und setzte sich nach guter Leistung an die Spitze des Klassements. Doch nach ihm kamen noch 15 Fahrer, die nach der Abfahrt besser platziert waren .


Miller patzt - Svindal gewinnt
Nach und nach stellte sich Svindals Zeit als zu große Hürde heraus. Einige Anwärter auf den Sieg schieden aus, unter ihnen auch Michael Walchhofer. Andere blieben wie Olympiasieger Ted Ligety oder der Schweizer Didier Defago unter ihren Möglichkeiten. Marc Berthod riskierte viel und verfehlte dennoch um 19 Hundertstel die Bestmarke. Schließlich ging Bode Miller ins Rennen - und musste schon bald seine Siegesambitionen begraben. Nach ungestümem Beginn war er schon nach wenigen Toren ebenfalls ein Opfer der Piste und bleibt damit weiter ohne Top-Ergebnis in diesem Winter. Am heutigen Freitag geht es für die Herren in Beaver Creek mit der Spezialabfahrt weiter.