An diesem Wochenende stehen die ersten Speed-Wettbewerbe der Saison 2006/2007 der Damen an. In Lake Louise (CAN) wird also das erste Kräftemessen der Spezialistinnen stattfinden. Los geht es am Freitag mit der ersten von zwei Abfahrten. Zum Abschluss am Sonntag steht noch ein Super-G auf dem Programm.

Neue Speed-Queen wird gesucht
Nach dem Rücktritt der dominierenden Speed-Rennläuferin der vergangenen Saison Michaela Dorfmeister werden die Karten gerade im Abfahrtsbereich neu gemischt. In den ersten Trainingsläufen zeigten vor allem ihre ehemaligen Teamkolleginnen, dass sie Dorfmeister beerben wollen. Andrea Fischbacher unterstrich mit den Plätzen vier und eins, dass mit ihr zu rechnen ist. Überraschend stark präsentierte sich auch Marlies Schild. Die Slalomspezialistin möchte diese Saison um die große Kristallkugel mitfahren und wird daher auch vermehrt in den schnellen Disziplinen punkten müssen. Mit Platz drei im zweiten Training war die 25-Jährige zufrieden: "Ich habe einen guten Tag erwischt. Ich versuche aber, mich in jedem Lauf zu steigern." Für das Rennen gibt sie ein ehrgeiziges Ziel aus: "Ziel ist es, unter die besten 15 zu fahren." Eine dritte ÖSV-Dame, die es diesen Winter wieder wissen will, ist Renate Götschl. Nach ihrem Materialwechsel und einem deprimierenden vergangenen Winter will sie zurück in die Erfolgsspur: "Ich habe wieder Spaß, das ist wichtig."

Pärson ist es zu kalt
Aber auch andere Nationen haben starke Abfahrerinnen. Geht man nach dem Endtstand des Abfahrtsweltcup aus dem vergangenen Winter, wäre Lindsey Kildow die Top-Favoritin. Die Amerikanerin wurde hinter Dorfmeister Zweite und kennt den harten Schnee in den Rocky Mountains gut. Im Training kam sie aber nicht über den 20. Rang hinaus. Achten muss man auch auf Nadia Fanchini. Die 20-Jährige ist die große Hoffnung der Italiener. Immer zu den Favoritinnen zählt die zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin Anja Pärson. Der Schwedin ist bei den eisigen Temperaturen in Kanada aber zu kalt: "Ich hoffe, dass es bis zu den Rennen noch wärmer wird. Meine Ski sind bei der extremen Kälte nicht so schnell." Durch gute Zeiten fuhr auch die Spanierin Carolina Ruiz Castillo in den Kreis der Sieganwärter.

Styger und Mancuso mit Chancen im Super-G
Nach den beiden Abfahrtsrennen am Freitag und Samstag steht am Sonntag noch der erste Super-G der Saison auf dem Programm der Damen in Lake Louise. Hier zählen natürlich die besten Abfahrerinnen erneut zu den Favoritinnen. Allerdings haben im Super-G auch Nadia Styger (SUI) und Julia Mancuso (USA) gute Chancen auf vordere Platzierungen. Noch nicht so recht in Form scheint, nach den Trainingsleistungen zu urteilen, Alexandra Meissnitzer zu sein.


Vier DSV-Damen am Start
Vier deutsche Athletinnen nehmen an den Rennen in den kanadischen Rocky Mountains teil. Das beste Trainingsergebnis fuhr Gina Stechert ein. Auf ihrer Lieblingsstrecke zeigte dagegen Petra Haltmayr durchwachsene Leistungen. Die erfahrenste DSV-Rennläuferin kam im zweiten Trainig nur auf den 56. Platz. Eigentlich hatte sich die Rettenbergerin einen Podestplatz für die Rennen in Lake Louise vorgenommen. Für Maria Riesch geht es weiter darum, im Weltcup den Schritt aufzunehmen. Gerade in der Abfahrt wird das Knie starken Belastungen ausgesetzt, sodass bei ihr mit etwas Vorsicht gerechnet werden kann. Vierte Starterin ist Steffi Stemmer.

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