Marlies Schild hat in überzeugender Manier auch den zweiten Slalom der Saison gewonnen. Die Österreicherin verwies in Aspen (USA) mit 1:43.18 Minuten ihre Teamkollegin Nicole Hosp (+0.80 Sekunden) und Therese Borssen (+1.07) auf die Plätze. Gute Siebte wurde Monika Bergmann-Schmuderer.

Vier Durchgänge - vier Bestzeiten
Marlies Schild scheint derzeit nicht zu schlagen zu sein. Die 25-Jährige fuhr sowohl im ersten, als auch im zweiten Durchgang die schnellste Zeit. Damit hat die Österreicherin in allen vier Durchgängen der bisherigen Saison die Bestzeit auf die Piste gezaubert. Mit ihrem Sieg rehabilitierte sich Schild für das Ausscheiden im Riesenslalom vom Vortag, das sie relativ gelassen genommen hatte. Die einzige Athletin, die Schild derzeit annähernd folgen kann, scheint ihre Teamkollegin Nicole Hosp zu sein. Auch beim Auftakt in Levi (FIN) fuhr sie mit überzeugender Leistung auf den zweiten Platz.

Therese Borssen zum zweiten Mal auf dem Podium
Auf den dritten Rang fuhr in Aspen Therese Borssen. Die Schwedin schaffte damit erst zum zweiten Mal den Sprung auf das Podium eines Weltcup-Rennens. Zuvor war ihr dies in Maribor (SLO) im Januar dieses Jahres gelungen. Nach dem ersten Durchgang hatte Borssen allerdings noch auf dem zweiten Platz gelegen. Im Finale blieb sie aber zu passiv und fiel hinter Hosp zurück. Den Zweikampf zwischen den ÖSV-Ladies und den Schwedinnen komplettierten Anja Pärson (SWE) auf Rang vier und Kathrin Zettel auf Position fünf. Eine starke Vorstellung bot auch Ana Jelusic. Die nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nika Fleiss einzig verbliebene Kroatin im Damen-Skizirkus landete auf einem hervorragenden sechsten Platz.

Bergmann-Schmuderer auf Rang sieben
Beste Deutsche wurde im Slalom von Aspen Monika Bergmann-Schmuderer. Die 28-Jährige zeigte wie beim Auftakt in Finnland zwei engagierte Durchgänge und konnte sich nach Rang neun im ersten Lauf noch um zwei Plätze auf Position sieben verbessern. Von den acht gestarteten DSV-Athletinnen konnte außer Bergmann-Schmuderer nur noch Fanny Chmelar Weltcup-Punkte einfahren. Sie wurde nach zwei auf Sicherheit bedachten Durchgängen 24.

Schrecksekunde nach Sturz von Maria Riesch
Ins Finale schaffte es neben Bergmann-Schmuderer und Chmelar nur noch Kathrin Hölzl. Noch guter Zwischenzeit wurde sie aber Opfer ihrer riskanten Fahrweise. Veronika Staber verpasste als 33. des ersten Durchgangs die Top 30 knapp. Alle anderen vier Deutschen schieden im ersten Durchgang aus. Eine Schrecksekunde gab es beim Sturz von Maria Riesch. Sie wurde ausgehoben und rutschte dann in eine Gruppe von Fotografen. Dabei wurden Erinnerungen an ihren zweiten Kreuzbandriss, den sie sich vor einem Jahr an gleicher Stelle zugezogen hatte, wach. Zum Glück passierte dieses Mal aber nichts. Ihre Schwester Susanne stürzte bereits nach der dritten Stange. Annemarie Gerg und Carolin Fernsebner schieden nach Torfehler aus.


Hosp im Gesamtweltcup vorne
Im Gesamtweltcup hat sich nach drei Rennen nun Nicole Hosp mit 210 Punkten an die Spitze geschoben. Die österreichische Dominanz wird durch Kathrin Zettel (205), Marlies Schild (200) und Michaela Kirchgasser (128), die auf den weiteren Plätzen folgen, unterstrichen. Beste Deutsche ist momentan Monika Bergmann-Schmuderer auf Rang neun (76). Im Slalom-Weltcup führt mit der Optimalpunktzahl von 200 Marlies Schild klar vor Nicole Hosp (160) und Kathrin Zettel (105).