Am 25. und 26. November geht der Weltcup für die alpinen Damen in Aspen weiter. Dann stehen ein Riesenslalom und ein Slalom auf dem Programm. Im amerikanischen Nobelort können die Österreicher beweisen, dass der Dreifachtriumph von Levi keine Eintagsfliege war. Doch vielleicht sieht es in den USA schon ganz anders aus.

Nur Kunstschnee in Aspen
Während die Speedfahrerinnen weiterhin auf ihren ersten Einsatz warten, sind in Aspen erneut die Technik-Asse gefragt. Die Bedingungen im Nobelort sind gut, denn wenn auch um die Piste herum kaum Schnee liegt, ist diese wegen der eisigen Temperaturen gut präpariert worden. Ein Training auf den umliegenden Hängen ist allerdings nicht möglich. Die Rennszene wurde in der Vorbereitung vom Sturz von Maria Jose Rienda-Contreras geschockt. Die Spanierin wurde inzwischen bereits operiert und fällt die gesamte Saison aus. Damit fehlen nach Janica Kostelics freiwilliger Pause bereits zwei der besten Athletinnen des Vorwinters im Riesenslalom. Da auch die Weltcupsiegerin der letzten Saison in dieser Disziplin Anja Pärson noch Trainingsrückstand zu haben scheint, liegt die Favoritenrolle bei den Damen des Österreichischen Skiverbandes.

Wer kann Schild schlagen?
Die ÖSV-Fahrerinnen haben beim ersten Slalom in Levi ihre Ansprüche eindrucksvoll unterstrichen. Marlies Schild befindet sich in Top-Form, mit Nicole Hosp und Kathrin Zettel stehen zwei weitere mögliche Siegfahrerinnen parat. Allerdings wollen in Aspen auch einige Fahrerinnen einen weiteren Triumph von Schild und Co. verhindern. So wird die amtierende Olympiasiegerin Julia Mancuso bei ihrem Heimrennen in Aspen in die Saison starten. Ihre Landsfrau Resi Stiegler hat eine gute Vorbereitung hinter sich und war in Levi bereits vorne dabei. Beide kennen sich bestens mit dem Kunstschnee in den Rocky Mountains aus. Ein Vorteil, der auch auf Genevieve Simard zutrifft. Die Kanadierin wird im Riesenslalom wieder stark eingeschätzt.

Kein gutes Pflaster für Maria Riesch
Der DSV hatte beim Auftakt in Finnland einen sehr guten Start. Sechs Fahrerinnen trugen sich bereits in die Punktelisten ein, besonders der fünfte Platz von Susanne Riesch beeindruckte die Fans. In Aspen wird sie nun erstmals mit einer anderen Erwartungshaltung konfrontiert. Ihre Schwester Maria kehrt an den Ort ihrer letzten großen Verletzung zurück und kann hier hoffentlich weiteres Selbstvertrauen tanken, um die Lücke zur Weltspitze wieder etwas zu schließen. Auf das Auftreten von Monika Bergmann-Schmuderer, Annemarie Gerg, Kathrin Hölzl und Veronika Staber können sich die Fans der deutschen Damen nach ihrer bisherigen Leistung jedenfalls freuen.


Schwedens Stärke - Schwachpunkt der Schweizer
Ein starkes Team stellen in den technischen Disziplinen auch die Schweden. Auch wenn Anja Pärson noch nicht ihr Leistungslimit erreicht hat, sind Maria Pietilae-Holmner, Therese Borssen und Anna Ottosson noch für Top-Ergebnisse gut. Enttäuschend ist die Lage bei den Eidgenossen, die sich im letzten Jahr bereits an erfolglose Technik-Wettbewerbe gewöhnen mussten. Auch 2006/2007 scheint keine Läuferin aus der Schweiz in die Weltspitze vorstoßen zu können. Wenn aber doch, dann wird für Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten im Riesenslalom ein vorderer Platz möglich sein.

Die Rennen in Aspen starten jeweils um 18 Uhr MEZ. Ski2b wird natürlich im Liveticker über alle Läufe berichten.