Mit einem schweren Sturz auf der Reiteralm war die Weltcup-Saison für den Schweden Fredrik Nyberg am Freitag, den 10.November vorzeitig beendet. Er wurde anschließend am Knie operiert, da fünf Bänder und der Meniskus gerissen waren. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus sprach Nyberg nun mit Vertretern der Presse und schilderte, wie seine Genesung verläuft und ob er seine Karriere fortsetzen möchte.

Frage: Fredrik, wie geht es Dir?
Fredrik Nyberg: Was soll ich sagen. Ich bin schon sehr enttäuscht und traurig. Ich bin jetzt wieder daheim vom Krankenhaus, da sehe ich aber, dass es auch etwas anderes gibt als Skifahren. Die Familie gibt mir sehr viel Kraft und Rückhalt.

Frage: Kannst Du dich an deinen Sturz noch erinnern?
Nyberg: Es war eine steile Passage. Ich habe einen guten Schwung ins Flache erwischt. Von da an weiß ich nichts mehr.

Frage: Ist die Operation zufriedenstellend verlaufen?
Nyberg: Der Arzt ist mit dem Ergebnis zufrieden. Er konnte nicht alles reparieren, zum Beispiel ein Kreuzband. Mit dem, was er reparieren konnte, ist er aber sehr zufrieden. Mein Konditionstrainer hilft mir jetzt zuhause. Ab und zu werde ich natürlich noch ins Krankenhaus müssen. Ich muss das Bein jetzt sechs Wochen gestreckt lassen. Danach, wenn alles gut geht, darf ich wieder mehr Druck auf das Bein geben, damit die Beweglichkeit wieder besser wird.

Frage: Wird dein Knie wieder voll belastbar sein?
Nyberg: Ja, es sollte möglich sein, dass wieder alles in Ordnung wird. Zumindest so, dass ich wieder normal Skifahren und Sport betreiben kann. Spitzensport aber eher nicht mehr.

Frage: Gehst Du zurück nach Schweden?
Nyberg: Ich bleibe jetzt bis zum Frühling in Österreich. Dann gehe ich zurück nach Schweden. Ich baue in Are ein Haus.


Frage: Stichwort Are. Das hätte der Höhepunkt deiner Karriere werden sollen.
Nyberg: Ja, das ist besonders traurig. Ich glaube nicht, dass ich als Zuschauer in Are dabei sein werde. Ich muss jetzt einmal Distanz gewinnen. Wir werden sehen.

Frage: Wirst Du dem Skisport erhalten bleiben?
Nyberg: Ja, das hoffe ich sehr. Der Skisport hat mein ganzes Leben geprägt, es ist ein wunderbarer Sport. Ich trainiere in Schweden seit vier Jahren eine Woche pro Jahr eine Jugendgruppe, 14-Jährige, die zum Beispiel den Topolino-Cup fahren. Das möchte ich auf alle Fälle weitermachen und wenn es geht, auch mehr machen. Ich hoffe auch, dass ich zu Fischer den Kontakt aufrecht halten kann und wir in irgendeiner Art und Weise weiter zusammenarbeiten.