"Wir wollen im Bayerischen Wald wieder das Weltcup-Fieber entfachen" - unter diesem Slogan haben die Organisatoren des Audi FIS Ski-Weltcups Arber - Zwiesel 2007 die Medienvertreter über den Stand der Vorbereitungen informiert. Trotz der Querelen im Frühsommer - einige verantwortliche Posten im OK mussten neu besetzt werden - sei man "voll im Zeitplan", sagte Leiter Ernst Schneider vor etwa einem Dutzend Journalisten bei der ersten Pressekonferenz.

Schnee im März kein Problem
Für die beiden Damen-Rennen am 10. und 11. März (Riesenslalom und Slalom) erwarten sich die Verantwortlichen erneut je etwa 10.000 Besucher an der Strecke - natürlich müsse dazu das Wetter passen. Doch selbst beim letzten Weltcup im Jahr 2004, als die äußeren Bedingungen katastrophal waren, strömten 6.000 Ski-Fans zum Großen Arber, dem "König des Bayerischen Waldes". Obwohl sich der Zielbereich bei etwas mehr als 1.000 Meter über Meereshöhe befindet, bereitet die Schneesicherheit den Machern keinerlei Kopfzerbrechen. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir Anfang März einmal nicht mehr genügend Schnee hatten", sagte Schneider. Und das will schließlich etwas heißen, denn der 70-Jährige zieht bereits seit dem ersten Weltcup-Rennen am Arber, im Jahr 1976, die Fäden.

1976 kamen 35.000 Fans
Überhaupt habe der Bayerwald-Weltcup mit den einzigen Damen-Rennen in dieser Saison auf deutschem Boden große Pluspunkte: Denn solch eine Begeisterung und Enthusiasmus findet man laut den Organisatoren nur selten im internationalen Ski-Zirkus. Die Zuschauerzahlen von 1976 bleiben bei der zehnten Austragung aber wohl unerreichbar: Kaum vorstellbar, dass damals 35.000 Menschen hinauf pilgerten, um den schwedischen Dominator Ingemar Stenmark im Riesenslalom siegen zu sehen.


Wellen sorgen für mehr Dynamik
Zu den zahlreichen Veränderungen gegenüber den letzten Weltcups zählt unter anderem, dass der Streckenverlauf geändert wird. Wie Rennleiter Stephan Heider sagte, werde man bei genügend Schnee versuchen, im unteren Abschnitt das Gelände wellig zu gestalten. "Wir versprechen uns davon eine erhöhte Dynamik im Rennverlauf und somit einen weiteren Anreiz für die Zuschauer", meinte Heider.

Sponsoren gesucht
Rund vier Monate vor dem Startschuss macht den Organisatoren einzig die Finanzierung Sorgen. Um die Lücke zu schließen, sollen in den nächsten Wochen noch kleinere lokale Sponsoren akquiriert werden. Zudem hofft man noch auf Nachbesserungen bei den Zuschüssen von verschiedenen Institutionen. Immerhin müsse eine Summe von insgesamt etwa 900.000 Euro berappt werden, um den Weltcup überhaupt durchführen zu können.

Spider Murphy Gang im Rahmenprogramm
Keine Gedanken braucht sich das örtliche OK um das Rahmenprogramm machen. Darum hat sich der lokale Fernsehsender Donau TV gekümmert: Am Samstagabend, unmittelbar nach Siegerehrung und Startnummernauslosung für den Slalom am Sonntag, wird die Spider Murphy Gang ein etwa zweieinhalbstündiges Showkonzert im Zentrum der Stadt Zwiesel geben. Die Besucher bekommen zu diesem Weltcup-Highlight freien Eintritt.

Für die Rennen selbst beginnt der Ticketverkauf in den nächsten Tagen. Mehr Informationen dazu gibt es laufend im Internet unter www.weltcup-arber-zwiesel.de.