Das deutsche Team hat eine weitere erfolgreiche Verstärkung bekommen. Technikerin Susanne Riesch aus der Generation der "Jungen Wilden" ist die jüngere Schwester von Maria Riesch.

Von Kindesbeinen an auf Skiern
Die Liebe zum Skisport muss bei den Riesch-Mädels schon genetisch bedingt sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass Susanne schon als Dreijährige die Pisten um Garmisch-Partenkirchen unsicher machte. Tatsächlich hatte sie im zarten Alter von vier Jahren sogar ihren ersten Einsatz bei der Club Meisterschaft.

Erfahrungen sammeln im Europacup
Von der Stützpunktmannschaft aus tastete sich Susanne Riesch im Verlauf ihrer Kindheit und Jugend langsam an den DSV-Kader heran. 2004 starte sie erstmals im Europacup und wurde im Slalom in Lenggries 41. Ihre Leistungen verbesserten sich stetig. Im März 2006 gelang ihr der bis dahin beste Rang im Europacup, ein siebter Platz im Slalom im slowakischen Vratna.

Kreuzbandriss mit 17
Noch bevor sie richtig durchstarten konnte, hatte auch die Partenkirchenerin bereits mit Verletzungen zu kämpfen. Nach einem Kreuzbandriss im linken Knie und einer anschließenden Operation im März 2005 musste die junge Deutsche pausieren.

Erster Einsatz im Weltcup
Bei den Nationalen Juniorenmeisterschaften im Jahr 2006 gelang der 18-Jährigen ein dritter Platz im Slalom und ein zweiter Rang im Riesenslalom. Wenige Tage zuvor hatte Susanne ihren ersten Einsatz im Weltcup, bei dem sie sich aber nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte.

WM-Saison 2006/2007
In Levi Mitte November 2006 zeigte sie dann, dass sie als "kleine" Schwester von Maria doch schon bei den ganz "Großen" im Weltcup mitmischen kann. Denn es gehört schon etwas dazu, bei seinem zweiten Weltcup-Rennen im ersten Durchgang unter den besten Fünf zu landen. Noch faszinierender wird die Leistung, wenn man den Finallauf hinzunimmt. Unbeeindruckt von den bekannten Namen auf den Positionen vor und hinter ihr, zeigte die Sportsoldatin keine Nerven und legte einen ebenso fantastischen zweiten Durchgang hin. Dieser Mut wurde belohnt, und die junge Wilde konnte am Ende ihren fünften Rang behaupten und sicherte sich so das beste Ergebnis ihrer gerade erst begonnenen Weltcup-Karriere. Bei der WM in Are schied sie jedoch schon im ersten Durchgang aus. Und auch der Rest der Saison verlief mit keiner weiteren Platzierung nicht so gut, wie sie in Levi begonnen hatte.

Die folgenden Jahre
In der folgenden Saison reichte es für das Nachwuchstalent in Maribor zu einem guten 13. Platz und auch in Zagreb sicherte sie sich als 16. einen Platz unter den Top 20. Im der Saison 2008/2009 lief es dann sogar noch besser. Zwar schied sie bei der WM in Val-d’Isère erneut im ersten Durchgang aus, jedoch konnte sie sich in drei Weltcuprennen im Slalom unter den ersten Zehn platzieren. Mit dem 16. Platz im der Slalomwertung und einem 47. Platz in der Gesamtwertung, erreichte sie die besten Ergebnisse ihrer bisherigen Karriere. Es ist also noch viel zu erwarten von einem der größten Talente des DSV!

Steckbrief:
Geboren: 8.12.1987
Nation: Deutschland
Heimatverein: SC Partenkirchen
Größe: 180 cm
Gewicht: 80 kg
Hobbies: Tennis, lesen, Kino