Top-Favorit Benjamin Raich hat beim Auftakt-Slalom in Levi einen souveränen Sieg einfahren können. In Lappland gewann er vor dem Schweden Markus Larsson und Giorgio Rocca (ITA). Bester Deutscher war Felix Neureuther auf Platz 18.

Fehlerfreier Blitz aus Pitz
Es sollte der erste Formcheck der neuen Saison sein - und diesen Test hat der Pitztaler Benni Raich eindrucksvoll für sich entschieden. Auch auf einem Hang, der nicht zu den schwersten im Weltcup zählt, konnte er vor allem in zweiten Durchgang als einziger fehlerfrei bleiben. Nach zweimal Laufbestzeit blieb bereits während seines Finallaufs kein Zweifel an seinem Sieg - zu sicher zog er seine Linie bis ins Ziel. In dieser Form wird Raich schwer zu besiegen sein - zumal seine Konkurrenten Fehler zeigten. Er übernimmt damit auch die Führung im Gesamtweltcup. Raich kann diesen Erfolg nun zusammen mit seiner Freundin Marlies Schild feiern, die gestern bei den Damen siegreich war.

Rocca nicht ohne Fehler
Zweiter in Levi wurde Markus Larsson. Der Schwede ging im ersten Lauf nur knapp an einer Disqualifikation vorbei - eine knifflige Situation wurde nach Analyse des Videomaterials nicht als Einfädler gewertet. Mit engagierter Leistung im Finale konnte er sogar noch Giorgio Rocca auf Platz drei verdrängen. Der Italiener hatte im ersten Lauf noch mit der besten Fahrt im Steilhang geglänzt, konnte diese Fahrt aber nicht wiederholen. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Stephane Tissot (FRA) und der Österreicher Rainer Schönfelder.

Neue Namen trumpfen auf
Einige neue Namen konnten sich in Levi nach vorne fahren. Vor allem Jens Byggmark aus Schweden feierte seinen sechsten Platz wie einen Sieg, nachdem er mit der zweitbesten Finalzeit elf Plätze gutgemacht hatte. Auch Romed Baumann (AUT) auf Platz 14, der 17. Jukka Leino aus Finnland oder Steve Missillier aus Frankreich, der 25. wurde, zeigten starke Leistungen. Mit ihnen wird in dieser Saison sicher weiter zu rechnen sein. Einige etablierte Fahrer patzten dagegen in Levi.


US-Team ohne Erfolg
Der Slalom in Lappland verlief vor allem für die Amerikaner enttäuschend. Während Bode Miller schlicht zu langsam für das Finale war, verpasste auch Ted Ligety nach Fahrfehler den zweiten Lauf. Letztlich holte James Cochran als 15. noch einige Punkte für das US Ski Team. Auch die Schweizer brachten mit Silvan Zurbriggen nur einen Fahrer in die Punkte, der konnte mit Platz zehn allerdings zufrieden sein. Das beste Slalom-Team neben den Österreichern stellten die Schweden, bei denen Andre Myhrer einen weiteren guten Platz vergab.

Neureuther und Vogl punkten für den DSV
Dass auch der Deutsche Skiverband zwei starke Techniker stellt, machten Alois Vogl und Felix Neureuther im ersten Durchgang klar. Mit Platz sieben und 13 hatten sie sich eine sehr gute Ausgangsposition für das Finale gesichert. Der dritte deutsche Starter, Stefan Kogler, verpasste als 42. den zweiten Lauf um knappe vier Zehntelsekunden. In der Entscheidung suchten dann weder Neureuther noch Vogl das letzte Risiko und fielen damit auf die Plätze 18 und 21 zurück. Mit den ersten Punkten im Rücken sollte beim nächsten Slalom in Nordamerika aber bereits mehr drin sein - für beide. Das nächste Rennen der Herren im Ski-Weltcup findet am 25. November in Lake Louise (CAN) statt. Dann steht eine Abfahrt auf dem Programm.