Francisco Fernandez Ochoa, der erste spanische Olympiasieger bei Winterspielen, ist am Montag, den 6. November nach langem Kampf einem Krebsleiden erlegen. Er wurde 56 Jahre alt.

Olympische Goldmedaille 1972
Wie das Spanische Olympische Komitee bekannt gab, starb der von seinen Freunden "Paquito" genannte Spanier am Morgen des 6. November. Der größte Erfolg von Fernandez Ochoa war zweifellos der unerwartete Gewinn der Goldmedaille bei den Winterspielen 1972 in Sapporo. Er war Teil der erfolgreichsten spanischen Skisport-Familie, denn auch seine Schwester Blanca konnte später für Spanien olympisches Edelmetall gewinnen, 1992 holte sie in Albertville Bronze im Slalom.

Der geborene Wettkämpfer
Auch bei Weltmeisterschaften war Francisco Fernandez Ochoa erfolgreich. 1974 gewann er in St. Moritz Bronze im Slalom. Im Weltcup konnte er auch einige Male einen Podestplatz erreichen. Nicht zuletzt daher bezeichnete ihn Alejandro Blanco, der Präsident des spanischen Olympischen Komitees, auch als geborenen Wettkämpfer. Ochoa habe eine Medaille für Spanien gewonnen, als das eigentlich undenkbar war.

Trainer von König Juan Carlos
Die große Bedeutung von Ochoa wurde auch vor wenigen Wochen deutlich. In Cercedilla, der Heimatstadt des Skistars nahe Madrid, wurde von den Prinzessinen Cristina und Elena eine Statue des Spaniers enthüllt. Mit dem Königshaus hatte Ochoa bereits als Trainer des Königs Juan Carlos Berührung. Er hinterlässt nach seinem Tod seine Frau Maria Jesus Vargas und seinen zwei Töchtern, Barbara und Paula.