Der London Ride 2006 wurde, nicht zuletzt wegen der warmen Temperaturen, nicht auf Kunstschnee, sondern auf SnowFlex ausgetragen, also auf Matten. Dabei erwiesen sich die britischen Rider als unschlagbar.

Supertalent zeigt sein Können
Hunderte Zuschauer waren gekommen, um in diesem Jahr die Show vieler Top-Freeskier an der Themse mitzuerleben. Dabei sorgte ein Youngster für viel Aufsehen: Jake Terry, gerade einmal acht Jahre alt, konnte zeigen, warum er in der Szene als ein Star von morgen gilt. Trotz der großen Kulisse legte Jake einen super slick 180 vor, der nicht nur die Fans zu jubeln brachte. Nach ihm folgten aber noch einige Schwergewichte von heute.

Weiser scheitert in der Quali
Vor heimischer Kulisse hatten vor allem die Rider aus England die Chance, ihr Können zu beweisen. In der Qualifikation scheiterten aber zunächst Josh Fawcett und Flo Weiser aus Österreich spekatkulär, als sie nach dem Verlust eines Skis dennoch eine saubere Landung hinlegten. Im Finale der besten zehn standen somit letztlich nur Briten. Die ließen es auf der Matte aber ordentlich krachen.


Mit Style auf Rang zwei
Beim Kampf um die Spitze setzte Andy Bennet auf einen sichereren Trick, sein Flare war zwar perfekt ausgeführt, reichte aber nur zum vierten Platz. Knapp besser bewertete die Jury Murray Buchan, der einen gewaltigen 720 truck driver double nose grab zeigen konnte und dafür mit Platz drei belohnt wurde. Paddy Graham war vielleicht der Rider mit dem besten Style. Seine Tricks wirkten erneut besonders effektvoll, als wenn er mehr Zeit in der Luft verbrächte. Damit kam er auch bei der Jury an, die seine Flares vor allem wegen ihrer Ausführung auf Platz zwei stellten.

Wakefield in eigener Liga
Der letzte Finalversuch von Mike Wakefield brachte einen massiven D-Spin, den er nur fast perfekt ausführen konnte. Doch zu diesem Zeitpunkt stand sein Sieg schon fast außer Frage. Denn bereits zuvor hatte sein 'Wake n' Blake' alle begeistert. Es ist sicher einer der spektakulärsten Tricks und wenn Wakefield ihn wie beim London Ride perfekt vorführt, wird er sehr schwer zu schlagen sein. Damit kassierte der Brite auch die 1.000 Euro Siegerprämie. Wenn es wieder auf Schnee zur Sache geht, gehört Mike Wakefield zu den Besten - auf der Matte ist er fast eine Klasse für sich.