Skischuhe sind kein neues Produkt auf dem Markt. Sie gelten technisch als ausgereift. Dennoch gibt es immer wieder neue Entwicklungen und neue Moden, der moderne Skischuh ist längst ein Hightech-Produkt. Worauf aber sollte der Käufer wirklich achten, um zwischen den verschiedenen Anbietern und Modellen einen guten Schuh für den eigenen Bedarf zu finden? Wir geben im Folgenden einige Anhaltspunkte.

Tipp eins: Die Größe
Was für jeden normalen Schuh gilt, ist beim Skischuh besonders wichtig. Auch wenn es banal klingt: Der Skischuh muss passen. Häufig wird der Fehler gemacht, zu große Modelle zu wählen. Die fühlen sich bei der Anprobe im Geschäft noch komfortabler an, führen aber auf der Piste nur zu Problemen. Denn der Schuh geht nur noch mit übermäßigem Spangendruck zu und quetscht den Fuß ein. Der Vorderfuß wird dann schlechter durchblutet und kühlt schnell aus, oder er schläft ein. Ein weiterer Hinweis für einen zu großen Schuh sind stechende Schmerzen im Spann.

Welche Größe ist aber nun richtig? Guten Rat gibt es natürlich im Fachgeschäft, aber auch der Laie kann die Größe testen: Ist der Schuh geschlossen und begibt man sich in eine leichte Vorlageposition, sollten die Zehen sich leicht bewegen lassen. Steht man gerade oder in Rücklage, spürt man die Schuhränder, wenn der Schuh passt. Dabei sollte man dünne Socken oder Strümpfe anziehen, da das Polster im Innenschuh in der Regel noch etwas nachgibt.

Tipp zwei: Die Passform
Für jeden Fuß findet sich bei den vielen Anbietern auf dem Markt auch der richtige Schuh - wenn man auf einige Details achtet. Generell sollte der Skischuh nicht zu steif sein, um schmerzhaften Erfahrungen vorzubeugen. Wer eine sportliche Fahrweise bevorzugt, wird hier ein härteres Modell wählen, sonst sind weichere Schalen von Vorteil. Manche Skischuhe ermöglichen es auch, die Schafthärte individuell einzustellen. Den Hightech-Status der Schuhe erkennt man auch daran, dass Zunge und Innenschuh sich bei vielen Modellen bei einer bestimmten Temperatur an den Fuß automatisch anpassen.

Es gibt viele unterschiedliche Füße - sie können nicht nur groß oder klein, sondern auch breit oder schmal sein und einiges mehr. Die Schale des Schuhs muss zur Form des Fußes passen! Ist sie falsch gewählt, ist ein schmerzfreies Fahren nicht gewährleistet.

Tipp drei: Komfort
Die Ausstattung des Schuhs kann seinem Träger den Skiurlaub sehr viel angenehmer gestalten. Wieviel Komfort gewünscht wird, ist sicher von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Für den Tragekomfort bietet sich die Anfertigung einer speziellen Einlegesohle an. Mit dieser vom Fachmann gefertigten Hilfestellung lassen sich Probleme mit dem Fuß fast ausschließen. Zum Komfort gehören auch Ein- oder Ausstiegshilfen. Heizungen für Skischuhe sorgen für eine angenehme Wärme auch an sehr kalten Tagen, müssen aber zusätzlich erworben werden. Nützlich als Ergänzung sind in jedem Fall Skischuh-Trockner. Sie verhindern, dass der Urlauber in einen klammen oder gar nassen Stiefel einsteigen muss.

Gängig sind auf dem Markt auch Verschlusssysteme, die den Schuh an den Fuß anpassen und ohne großen Kraftaufwand zu betätigen sind. Die richige Stellung sollte dafür in Ruhe ausgetestet werden, um die Funktion optimal zu nutzen. Frauen können zusätzlich einen Blick auf die Spezialmodelle werfen, die von der Industrie für diese Zielgruppe entwickelt wurden. Auch die Nutzung von Skistiefeln abseits des Skifahrens ist längst ein Thema - so werden inzwischen Schuhe angeboten, deren Sohle sich auch zum Gehen auf glatten und abschüssigen Böden eignen.

Tipp vier: Technik
Bei der Technik geht es um die Fähigkeit, die Impulse des Fahrers möglichst direkt umzusetzen. Das gelingt besser, wenn sich die Schale des Schuhs möglichst nahe an Fuß oder Bein befindet. Außerdem spielt wieder die Härte des Schafts eine Rolle - fortgeschrittene Sportler wählen die härteren Modelle. Der gute Verkäufer wird mit den Kriterien Fahrkönnen, Größe, Wadenumfang eine richtige Auswahl treffen. Bei Kindern spielt auch das Verhältnuis von Schafthöhe zu Sohlenlänge eine Rolle.