Nach dem Rücktritt des Rennleiters Gerhard Bellmann und dreier weiterer Mitglieder im Organisationskomitee wurde bei einer Krisensitzung die Spitzenposition neu besetzt: Stefan Haider übernimmt den Job.

Erfolgreicher Gipfel
Am Abend des 17. Juli 2006 trafen sich die Spitzen des Organisationskomitees, um die vakanten Stellen wieder zu füllen. Dabei konnte die wichtigste Frage geklärt werden: Mit Stefan Haider erklärte sich ein erfahrener Mann bereit, um die Rennleitung beim Weltcup 2007 zu übernehmen. Der neue Chef war schon 2004 im OK dabei. Am 10. und 11. März 2007 stehen für die Damen ein Slalom und ein Riesenslalom auf dem Programm. Über die immer noch offenen Positionen des OK-Vize und des Leiters des Rutschkommandos wird in den kommenden Tagen noch entschieden werden.

Vereinbarung klärt Kompetenzen
"Die Atmosphäre der Sitzung war zunächst angespannt, es mussten einige Differenzen aus dem Weg geräumt werden," beschreibt Kommunikationschef Christian Riedl die Stimmung des Gipfels. "Doch mit der nun erzielten Einigung können wir den Weltcup so planen, wie 2004, als es von allen Seiten nur Lob gab." Zuvor war es gelungen, eine Vereinbarung aufzusetzen, welche die Kompetenzen von Organisationskomitee auf der einen und von Bergbahnchef Thomas Liebl auf der anderen Seite fixiert. Die zurückgetretenen Funktionäre hatten eine weitere Zusammenarbeit mit Liebl ausgeschlossen.


Knoten geplatzt
Offenbar war dieser Rücktritt, der das OK in eine kurze und heftige Krise führte, deswegen auch heilsam. "Die Fronten zwischen den Beteiligten hatten sich zu stark verhärtet, um noch konstruktiv weiterzuarbeiten," meint auch Christian Riedl. Nun scheint für den Anfang der Knoten geplatzt zu sein. Das wird auch notwendig sein, denn mit weiteren Konflikten ist auch in der neuen Besetzung durchaus noch zu rechnen und bis März hat das Organisationskomitee nur noch einen begrenzten Zeitrahmen zur Verfügung. Nach der gestrigen Einigung steht aber die Austragung des einzigen Damen-Weltcups auf deutschem Boden in der kommenden Saison nicht mehr in Frage.