Die Sportfotografie ist eine äußerst interessante Teildisziplin, denn sie stellt die Fotografen vor besondere Herausforderungen. Zum einen gilt es, die Dynamik und Athletik der jeweiligen Sportart aufzunehmen. Zum anderen bewegen sich die Sportler selbst an den Grenzen ihrer körperlichen Fähigkeiten und erleiden dabei Niederlagen oder feiern große und kleine Siege. Diese Emotionen gilt es einzufangen, denn sie machen das Sportfoto zu etwas Besonderem. Doch wie hält man den besonderen Moment fest? Welche Techniken und Tricks gibt es, auch als Hobbyfotograf gute Bilder zu schießen? Welche Kameras und Objektive sind wirklich sinnvoll? Und wie werden die Fotos hinterher bearbeitet und verwertet? Diese Fragen werden in unserem fünfteiligen Special zur Sportfotografie im Mittelpunkt stehen. Dabei gibt dieser erste Teil nach einer kurzen historischen Einordnung konkrete Tipps und Tricks für angehende Sportfotografen, und beleuchtet ihre Recht
e und Pflichten. Profi-Fotograf Michael Müller kennt die Praxis seit vielen Jahren und stellt seine Erfahrungswerte zur Verfügung.

Universelles Verständnis
Alltäglich begegnen uns Schnappschüsse aus der Welt des Sports. Ohne sie wäre eine aktuelle Sportberichterstattung schlichtweg nicht denkbar. Ohne die illustrierende Kraft einer Fotografie lassen sich beispielsweise die Leiden eines Triathleten auf seinem Weg zum Ziel nicht darstellen. Die Emotionen, die Anstrengung, der Kampfeswillen zeigen sich im Gesicht des Athleten. Die Augen des Sportlers geben dem Betrachter des Bildes Aufschluss über dessen Befindlichkeit und lassen ihn am Jubeln wie am Trauern des Sportlers teilhaben. Sportfotografien können ein hohes Maß an Ästhetik aufweisen. Sie zeigen die Aktiven beim entscheidenden Moment eines Wettkampfes, mit angespannten Muskeln und in voller Bewegung bei zum Teil hohem Tempo. Seien es nun Skifahrer, Läufer, Fahrradfahrer, Ball- oder Motorsportler, alle durchleben während ihres Wettbewerbs Momente des Kampfes, des Erfolgs oder der Niederlage - und diese Bilder erzählen jeweil
s ihre Geschichte, die für jeden unabhängig von Sprachkenntnissen verständlich ist.