Das Head Alpine Racing Team bekommt zur Saison 2006/2007 weitere prominente Verstärkung: Der Österreicher Werner Franz kehrt zu seiner alten Marke zurück und wird die Speedmannschaft noch einmal verstärken. Bereits bis zur Saison 2002/2003 war Franz auf Head-Skiern fünf Jahre erfolgreich unterwegs.

Neue Herausforderung für Franz
„Ich hatte nach meiner schweren Verletzung eine Trainingskrise und habe eine neue Motivation gesucht, um mich selbst wieder an meine Grenzen zu bringen. Ich musste einfach etwas ändern. Für diese Situation hatte mein bisheriger Ausrüster Blizzard Verständnis und hat mich ziehen lassen - dafür möchte ich mich bedanken. Ich hatte zu Head über die ganze Zeit einen guten Kontakt und kenne auch immer noch alle Leute von damals. Als ÖSV-Fahrer wollte ich zudem nur bei einem österreichischem Hersteller fahren,“ erläutert Franz seine Motivation für den Wechsel.

Starkes Speed-Team
Das Anliegen des Athleten stieß bei Head spontan auf Zustimmung: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Werner Franz, der eine Bereicherung unseres Speed-Teams ist. Wir werden ihm nach besten Kräften mit schnellem Material zur Seite stehen, damit er seine Ziele in der kommenden Saison verwirklichen kann,“ so Rainer Salzgeber, der als Race Departement Director für die sportlichen Belange bei Head verantwortlich zeichnet.
Mit dem 34-jährigen Sympathieträger aus Kärnten bekommt die zuvor schon stark besetzte österreichische Fraktion bei Head mit Johann Grugger und Andreas Buder einen weiteren Topfahrer hinzu. Grugger lieferte im vergangenen Winter bis zu seiner Verletzung sehr gute Ergebnisse ab und siegte beim Super-G in Gröden. Außerdem trifft der zweifache Weltcupsieger auf die Top-Stars Bode Miller (USA), Didier Cuche und Ambrosi Hoffmann (beide SUI), die in der kommenden Saison erstmals auf Head-Skiern unterwegs sein werden. Bereits länger im Team ist der Liechtensteiner Marco Büchel. Miller und Büchel schafften es im vergangenen Winter im Abfahrts-Weltcup unter die Top-Fünf, Grugger, Cuche und Hoffmann kamen dort unter die besten 20. Davon zeigte sich auch Werner Franz beeindruckt: “Das Team ist sehr stark, da hat Head wirklich gut investiert. Wir haben uns schon einmal auf dem Gletscher getroffen und haben uns dort gut verstanden. Ich bin von der Mannschaft um Rainer Salzgeber überzeugt, die leisten sehr gute Arbeit. Für mich hat das den Vorteil, dass ich beim Material nun viel mehr Unterstützung haben werden. Da war ich zuvor eher ein Einzelkämpfer. Ende Juni werde ich zum ersten Mal bei Tests dabei sein.“


Zwei Weltcup-Siege bislang
Mit dem neuen Ski will der Vater von drei Kindern wieder an seine großen Erfolge anknüpfen. Bereits 19-mal schaffte es Werner Franz auf das Siegerpodest im Weltcup und belegte 1999 im Abfahrts-Weltcup Rang drei. Ein Jahr später verpasste er als Zweiter im Super-G-Weltcup den Gewinn der kleinen Kristallkugel nur knapp. Im Jahr 2000 gelang dem in Weissbriach ansässigen Top-Athleten auch sein erster Weltcup-Sieg beim Super-G in St. Anton. Nach einer ersten Verletzungspause konnte sich Franz nach und nach wieder an die Weltspitze herankämpfen und landete mit seinen zweiten Weltcup-Triumph im Dezember 2004 bei der Abfahrt in Val d'Isere einen Überraschungscoup. Dann erfolgte aber wieder ein Rückschlag: Bei der Vorbereitung auf die Saison 2005/2006 brach sich der Österreicher beim Training in Chile das rechte Schien- und Wadenbein und verpasste so die olympische Saison komplett. Aber im kommenden Winter will der Kärntner wieder voll angreifen: „Die Verletzung war natürlich sehr schwer und man wird sehen, wie gut es am Anfang klappt. Manche brauchen ein Jahr, um so etwas wegzustecken, manche brauchen fünf. Ich habe aber noch eine sehr gute Ausgangsposition in der Abfahrt, wo ich in der Startliste fünftbester Österreicher bin. Das versuche ich in den ersten Rennen zu verteidigen. Dann will ich natürlich den Anschluss an die Weltspitze wieder schaffen.“