Der Countdown läuft: Am Abend des 25. Mai 2006 fällt die Entscheidung, ob die FIS Ski-Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen oder Schladming ausgetragen werden. Im Rahmen des FIS-Kongresses, der in diesem Jahr in Vilamoura (POR) stattfindet, wird unter anderem diese für den alpinen Skisport in Deutschland so wichtige Frage geklärt. Daneben stehen in der Woche noch weitere interessante Themen auf der Agenda.

Garmisch-Partenkirchen ist bereit
Die Verantwortlichen des DSV sowie des Organisationskomitees in Garmisch-Partenkirchen sind zuversichtlich, den Zuschlag zu erhalten: "Die Zeit für alpine Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen ist reif", so DSV-Präsident Alfons Hörmann. "Im Falle eines Zuschlages werden wir hier in allen Bereichen neue Maßstäbe setzen." Dass Deutschlands renommiertester Wintersportort nach den Olympischen Spielen 1936 und den Weltmeisterschaften 1978 längst wieder für eine Großveranstaltung bereit ist, bewiesen die Organisatoren nicht nur mit einem perfekten Weltcup-Rennwochenende im Januar 2006. Und auch das Konzept zur Austragung der Alpinen Weltmeisterschaften 2011 ist schlüssig und lässt keine Fragen offen.

Schladming wirbt mit kurzen Wegen
Schladming, einziger Konkurrent von Garmisch, wirbt mit einer WM der kurzen Wege und der guten Zuschauerresonanz beim alljährlich stattfindenden Nachtslalom. Auch im Januar 2006 kamen wieder knapp 50.000 Zuschauer nach Schladming und sorgten für eine tolle Atmosphäre. 1982 fanden in Schladming zum bislang einzigen Mal alpine Ski-Weltmeisterschaften statt.


Änderungen im Weltcup werden beschlossen
Bevor die wohl wichtigste Entscheidung am 25. Mai ansteht, treffen sich vom 21. bis 24. Mai die verschiedenen Komitees, Sub-Komitees und Arbeitsgruppen. Dabei geht es im alpinen Bereich auch um Regel-Änderungen im Weltcup. So wird eine neue Regelung für die Startreihenfolge bei Speedrennen gesucht, um das 'Wettbremsen' der Stars in der Qualifikation zu vermeiden. Zudem wird der Weltcup-Kalender für die Saison 2006/2007 beschlossen, bei dem es Vorschläge zu Neuerungen gibt. Nach dem Auftakt im Oktober in Sölden sollen Mitte November je ein Damen- und Herren-Slalom in Finnland folgen, bevor es nach Nordamerika geht. Häufiger im Programm sollen auch die Super-Kombinationen sein, bestehend aus Abfahrt/Super-G und Slalom. Das Weltcup-Finale 2007 ist in Lenzerheide geplant.

Skicross bei Olympia wird diskutiert
Auch im Freestyle-Bereich geht es um eine wichtige Entscheidung. In den letzten Wochen wurde immer wieder über die Zukunft der Sportart Skicross diskutiert. Die FIS-Verantwortlichen werden in Portugal darüber befinden, ob Skicross schon 2010 in Vancouver (CAN) zum olympischen Progamm gehören könnte. Ebenso wird auch im Skicross der Weltcup-Kalender 2006/2007 beschlossen, der mehr Rennen als in der vergangenen Saison beinhalten soll.