Alberto Schieppati ist ein ausgewiesener Riesenslalom-Spezialist mit dem Potenzial für Weltcup-Siege. Schon einmal war er ganz dicht dran und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es soweit ist.

Schnell nach vorne gefahren
Nach einigen Lehrjahren bei FIS-Rennen und im Europacup durfte der Italiener in der Saison 2001/2002 zum ersten Mal im Weltcup ran und nachdem er bei seinem Debüt in Val D'Isere noch nicht die Qualifikation für das Finale erreichte, sorgte er bei seinem zweiten Rennen gleich für Furore. Der Riesenslalom-Klassiker in Alta Badia wurde für Schieppati ein Ort des Glücks, schaffte er doch mit Rang 15 den Sprung in die erweiterte Weltspitze.

Teilnahme an der WM
Im darauffolgenden Winter ging es für Schieppati weiter bergauf. Er fuhr im Weltcup dreimal in die Punkte und durfte dann zur Belohnung an den Weltmeisterschaften in St. Moritz teilnehmen. Auch dort zeigte er seine Klasse und schaffte einen sensationellen achten Platz im Riesenslalom und war damit bester Italiener. Zum Abschluss dieser sehr erfolgreichen Saison gelang Schieppati noch ein 18. Rang in Yongpyong.

Knapp am Sieg vorbei
Es folgte dann im Winter 2003/2004 die bislang beste Saison des Italieners. Zunächst sicherte er sich seine erste Top Ten-Platzierung im Weltcup, indem er bei seinem Lieblingsrennen in Alta Badia Achter wurde und dann folgte in Kranjska Gora der erste Weltcup-Podestplatz seiner Karriere. Mit klarer Laufbestzeit im Finale schob sich Schieppati auf den zweiten Rang und war nur 25 Hundertstel hinter dem Sieger Bode Miller. Diese tollen Resultate brachten dem Italiener am Ende den 12. Platz in der Riesenslalom-Wertung ein.

Erster Rückschlag
In der WM-Saison 2004/2005 gab es dann den ersten Rückschlag für den Italiener, denn dieser konnte bei keinem Weltcup-Rennen unter die ersten zehn fahren. Da hatte sich nicht nur er sondern auch der Italienische Skiverband mehr versprochen. Als logische Konsequenz fuhr Schieppati nicht bei der WM 2005 in Bormio mit. Als kleiner Trost blieb ein Sieg bei einem Europacup-Rennen in Deutschland und der zweite Platz bei den nationalen italienischen Meisterschaften im Riesenslalom.

Qualifikation für Olympia
Die Saison 2005/2006 stand ganz im Zeichen der Olympischen Winterspiele von Turin und Schieppati wollte natürlich die Spiele im eigenen Land nicht verpassen. Für diese qualifizierte sich der Italiener dann auch mit zwei zehnten Plätzen bei den Riesenslaloms in Sölden und Kranjska Gora. Bei Olympia reichte es allerdings nur zum etwas enttäuschenden 15. Rang. Doch ein versöhnlicher Abschluss, Schieppati fuhr noch eimal beim Weltcup-Finale auf Rang zehn, ging der Italiener optimistisch in die folgende Saison.

Steckbrief:
Geboren: 07.06.1981 in Courmayeur
Nation: Italien
Heimatverein: C.S. Carabinieri
Größe: 184 cm
Gewicht: 85 kg

Erfolge:
Am 16. Dezember 2001 fuhr Alberto Schieppati in Alta Badia (ITA) auf Platz 15 und holte dort das erste Mal Weltcup-Punkte. Es folgt ein Überblick über die weiteren Erfolge des Italieners. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): GS (15)

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): GS (8)

Weltcup:
2. Platz Riesenslalom in Kranjska Gora 2004
8. Platz Riesenslalom in Alta Badia 2003
12. Platz Riesenslalom-Weltcup 2004