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Fanny Chmelar gilt als eine der größten Nachwuchshoffnungen des Deutschen Skiverbandes im Slalom. Gleich in ihrer ersten Weltcup-Saison gelangen der Deutschen gute Platzierungen.

Erstmals international
Zum ersten Mal durfte Fanny in der Saison 2000/2001 international mitfahren. Wie jede junge Fahrerin musste auch sie sich ihre Sporen bei den FIS-Rennen verdienen. Dort schaffte sie in den technischen Disziplinen einige Platzierungen unter den ersten 20. Nur eine Saison später gelangen der damals 16-Jährigen schon Top Ten-Resultate, darunter ein achter Rang im Super-G.

Erfolge bei FIS-Rennen
Früh erkannten die DSV-Trainer das Talent von Fanny und nominierten sie im Jahr 2002/2003 für diverse Europacup-Rennen. So startete Chmelar im Dezember 2002 erstmals dort. In Zwiesel ging sie bei zwei Riesenslaloms an den Start und schaffte zweimal Resultate um die 30. Derweil zeigte die Deutsche bei FIS-Rennen weiterhin konstant gute Leistungen und erzielte sogar Podestplätze. Auch in den folgenden beiden Jahren kämpfte sich Chmelar im Europacup weiter nach vorne und gerade im Slalom war sie immer wieder für vordere Platzierungen gut. So kam sie im Januar 2005 in der Schweiz auf den zwölften Platz.

Erstes Weltcup-Rennen
Diese stark aufsteigende Tendenz veranlasste den damaligen Cheftrainer Wolfgang Maier, Fanny Chmelar in der Saison 2005/2006 auch im Weltcup zum Einsatz kommen zu lassen. Ende Dezember 2005 war es dann soweit und die Deutsche ging beim Slalom von Lienz an den Start. Dort verfehlte sie allerdings die Qualifikation für das Finale. Doch schon bei ihrem dritten Rennen, der Super-Kombination von St. Moritz im Januar 2006, holte sie als 20. ihre ersten Weltcuppunkte.

Mit hoher Startnummer nach vorne
Danach folgte eine Serie guter Platzierungen. Zwei Wochen nach St. Moritz fuhr sie beim Slalom von Ofterschwang mit der hohen Startnummer 51 auf den 16. Rang. Nach einem erneuten 16. Platz bei der Super-Kombination von Hafjell schaffte Chmelar im finnischen Levi mit Platz 12 beim Slalom ihre bis dato beste Platzierung. Auf der Reiteralm erreichte sie am 15. Dezember 2006 Platz sechs in der Super-Kombination. Im Jahr 2007 nahm sie erstmals an einer Weltmeisterschaft teil und wurde 21. in der Super-Kombination. Zu Beginn der Saison 2007/08 startete Chmelar im Weltcup zum letzten Mal in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G und konzentriert sich seither vorrangig auf den Slalom.

Konstant gute Ergebnisse
Die Saison 2008/09 brachte für die junge Deutsche konstant gute Ergebnisse im Weltcup. Bei ihren elf Starts vor der Weltmeisterschaft kam sie zwar sechs mal nicht ins Ziel oder wurde disqualifiziert, bei fünf Slaloms jedoch war ein 13. Platz das beste und Platz 24 das schlechteste Ergebnis. Aufgrund dieser Leistungen wurde sie für die Titelkämpfe in Val-d`Isere nominiert. In Oberjoch gelangen ihr in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften zwei Slalomsiege hintereinander. Zunächst bei einem FIS-Rennen und einen Tag später bei den deutschen Juniorenmeisterschaften. Der Sprung in die Top-10 gelang Chmelar mit einem Platz acht auf der Strecke La face de Bellevarde. Beim letzten Slalom der Saison in Åre erreichte sie als Zweite ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis.

Premiere bei Olympia
Für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver konnte Chmelar sich dank weiterer Top-10-Platzierungen in der Saison 2009/10 qualifizieren und sich in einer internen Ausscheidung in Kanada zusammen mit Christina Geiger für den Einsatz um Olympischen Slalom an 27. Februar 2010 gegen Katharina Dürr durchsetzen, die nur als Ersatzskifahrerin fungierte. Bei ihrer Olympiapremiere schied die 25-jährige jedoch im zweiten Durchgang aus, nachdem sie in Lauf eins an 13. Stelle gelegen war. Bei den ersten Winter-Militärweltspielen im März 2010 gewann sie Gold im Slalom und Bronze im Riesenslalom.

Steckbrief
Geboren: 31.10.1985 in Garmisch-Partenkirchen
Nation: Deutschland
Heimatverein: SC Partenkirchen
Größe: 187 cm
Gewicht: 83 kg