Der deutsche Skisport in der Krise

Wir sind eine große Gruppe von Eltern, deren Kinder die Wintersportklasse der Realschule Brannenburg besuchen und kämpfen seit Wochen um einen Sportzweig an unserer Schule.

Dieser Sportzweig wäre eine sehr gute Möglichkeit für die Kinder, um ab der 7. Klasse zum großen Teil in einer Klasse zu bleiben.
Denn das Partnerzentrum des Wintersport (PZW) ist schon der richtige Anfang, um unsere Kinder sehr gut zu unterstützen. Doch was ist ab der 7. Klasse Realschule??
Die Kinder haben die Wahl zwischen verschiedenen Zweigen, und werden somit in mindestens 4 Klassen verteilt.
Somit wäre eine Koordination der Kinder von Seiten der Schule unmöglich.
Was wird nun aus dem Projekt, das unserer Meinung nach eine fantastische Unterstützung für leistungssportorientierte Wintersportler ist.
Denn der Trainings- und Zeitaufwand den diese Kinder betreiben, muss in jeder Hinsicht unterstützt werden.
Und sie müssen auch noch in einem, immer härter werdenden, Schulalltag bestehen.
Also hat sich unser Direktor für einen Sportzweig bei unserem Kultusminister eingesetzt.
Dieser Sportzweig wäre völlig kostenneutral, und alle nötigen Voraussetzungen hätte die Schule auch.
Der Antrag wurde jetzt vom Kultusministerium abgelehnt, weil die Christopherusschule in Berchtesgaden diesen Zweig nicht anbietet, und die Sportler, die dann dorthin wechseln, keinen geeigneten Zweig vorfinden würden.
Wie viele Kinder werden denn dorthin wechseln?
Wie viele Kinder können, dürfen dorthin wechseln?
Nach unseren Informationen sind dies momentan ca. 2-3 Sportler je Sportart und Jahrgang.
Was ist nun mit den mindestens 800 anderen Wintersportlern die am PZW-Projekt teilnehmen?
Lernen wir nicht aus unseren Fehlern, nur ein paar Wenige zu fördern und zu hoffen weiterhin, dass sich keiner verletzt oder aus anderen Gründen doch noch mit dem Leistungssport aufhört?
Wir sind der Meinung, dass der Weg an die Spitze des Leistungssports zu steinig ist.
Es wird auch unserer Ansicht nach, an einem Zeitpunkt ausgesiebt, an dem die Kinder in tiefster Pubertät stehen, und der ein oder andere erst später gute Leistungen erbringen kann und wird.
Doch dann ist es meist zu spät und die Chance ist verpasst.
Nun kämpfen wir mit allen Mitteln um diesen Zweig und hoffen auf rege Unterstützung von außen.
Vielleicht kann uns auch jemand helfen, der diesen Brief liest.

Vielen Dank
Die Interessengemeinschaft der Realschule Brannenburg
im Auftrag
Silvia Sachse