Die Italienerin Daniela Merighetti hatte einen starken Einstieg in den Weltcup, als sie mit 22 Jahren auf das Podest fuhr. Nach einer schweren Verletzung im November 2003 kämpfte sie sich in die Weltspitze zurück.

Frühe Erfolge
Merighetti konnte schon früh in ihrer Karriere einige Erfolge feiern. So wurde sie 1998 italienische Jugendmeisterin im Super-G und zudem noch Zweite in der Abfahrt. In der Saison 1999/2000 machte sie bei FIS-Rennen auf sich aufmerksam, gewann sie doch zum Ende jener Saison drei Rennen. Damit wurde sie auch dem breiteren Publikum bekannter und die italienischen Trainer sahen was in ihr steckt.

Debüt im Weltcup
Bereits im nachfolgenden Winter wurde sie im Weltcup eingesetzt. Sie stand bei fünf technischen Rennen am Start, konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren. Einmal schied die Italienerin aus, viermal reichte die von ihr gefahrene Zeit nicht aus, um das Finale der besten 30 zu erreichen. Im darauffolgenden Jahr reichte es immerhin für zwei Einsätze im Weltcup, doch auch hier war bei beiden Riesenslaloms nach dem ersten Durchgang Schluss. Merighetti wurde ansonsten vermehrt im Europacup eingesetzt und konnte dort zweimal unter die ersten zehn fahren.

Paukenschlag in Are
Der Weltcup-Winter 2002/2003 sollte dann aber für Merighetti den Durchbruch bedeuten. Zunächst fuhr sie im November 2002 beim Slalom in Park City auf den 28. Rang und sammelte erstmals in ihrer noch jungen Karriere Weltcup-Punkte. Ende des Jahres ließ sie einen 20. Platz beim Slalom am Semmering folgen, bevor sie dann im März 2003 für einen absoluten Kracher sorgte. Beim Riesenslalom in Are lag sie nach dem ersten Durchgang auf dem 29. Rang und qualifizierte sich gerade noch für das Finale. Doch was sie dort zeigte, war eine Sensation. Sie nutzte die guten Bedingungen und erwischte einen Traumlauf. Athletin um Athletin verpassten die Zeit der Italienerin und am Ende konnte nur Anja Pärson Merighettis Gesamt-Zeit unterbieten. Der erste Podestplatz der Weltcup-Karriere von Merighetti war perfekt und die Freude riesengroß. Dass sie klare Laufbestzeit im Finale fuhr, geriet dabei fast zur Nebensache.

Schwere Verletzung
Auch in die nächsten Saison startete Merighetti zufriedenstellend. Mit einem 14. Rang in Sölden und einem 19. Platz in Park City war sie auf dem besten Weg, die Leistungen der Vorsaison zu bestätigen. Beim Slalom in Park City dann erlitt sie allerdings einen Kreuzbandriss im rechten Knie und musste die Saison vorzeitig beenden. Damit wurde der Höhenflug der Italienerin jäh gestoppt. Bei ihrem Comeback im Winter 2004/2005 hatte Merighetti dann auch schwer zu kämpfen und konnte keinen Weltcup-Punkt ergattern.

Wieder zurück in der Weltspitze
Erst in der Saison 2005/2006 konnte Merighetti ihre Leistungen wieder stabilisieren. Gleich zu Beginn des Winters in Aspen schaffte sie mit dem 23. Rang wieder einmal den Sprung unter die besten 30. Endgültig geglückt war das Comeback, als sie bei der Abfahrt in Bad Kleinkirchheim den neunten Rang erreichte und damit das zweite Top Ten-Resultat ihrer Weltcup-Karriere schaffte. Damit war sie scheinbar in den schnellen Disziplinen auf den Geschmack gekommen, ließ die Italienerin in Cortina d'Ampezzo gleich noch den zehnten Platz folgen und qualifizierte sich für die Olympischen Winterspiele in Turin, wo es allerdings nicht zu einer vorderen Platzierung reichte.

Mit 30 erster Weltcup-Sieg
Im Alter von zwarten 30 Jahren feierte Daniela Merighetti endlich ihren ersten Weltcup-Sieg: Bei der Abfahrt in Cortina d´Ampezzo am 14. Januar 2012 setzte sich die Italienerin vor Lindsey Vonn und Maria-Höfl Riesch durch und stand erstmals ganz oben auf dem Podest.

Steckbrief
Geboren: 05.07.1981 in Brescia
Nation: Italien
Heimatverein: G.S. Fiamme Gialle
Größe: 168 cm
Gewicht: 65 kg

Erfolge
Ihre ersten Weltcup-Punkte holte Daniela im November 2002 in Park City (USA). Dort erreichte sie den 28. Platz. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH (32), SL (DNF), K (DSQ)

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
02. Platz Riesenslalom in Are (SWE) 2003
09. Platz Abfahrt in Bad Kleinkirchheim (AUT) 2006
10. Platz Abfahrt in Cortina d'Ampezzo (ITA) 2006