Kathrin Wilhelm kommt aus Sölden und wenn man dort geboren wurde, kann man eigentlich gar nicht anders, als sich schon früh auf die Ski zu stellen. Wilhelm machte dies bereits im Alter von 2 1/2 Jahren. Bald schon zog es sie aufs Giggijoch und das tägliche Skiclubtraining konnte früh beginnen. Nur kurze Zeit später bestritt sie ihre ersten Rennen und durfte nach bestandener Aufnahmeprüfung auf die Skihauptschule in Neustift im Jahr 1991. 1995 wechselte sie dann weiter ins Skigymnasium nach Stams und beendete die schulische Laufbahn im Juli 2000 mit dem Abitur. Im Anschluss daran, fand Wilhelm einen Platz als Leistungssportlerin beim Bundesheer und absolvierte dort eine sechs-wöchige Grundausbildung. Mittlerweile war sie bereits in den ÖSV-B-Kader aufgestiegen.

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2005/2006. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden. 

Junioren-Weltmeisterin 2000 und 2001
Der erste große Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, denn bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2000 in Québec holte sie den Titel im Super-G. Als Belohnung durfte Wilhelm dann wenig später beim Weltcup-Finale in Bormio mitfahren und wurde 20. Dieses Kunststück wiederholte sie dann ein Jahr später bei den Junioren-Titelkämpfen in Verbier. Erneut schlug sie im Super-G und verwies die Deutsche Maria Riesch auf den zweiten Platz.

Zweiter Platz in der Gesamtwertung Europacup
Auch in der Saison 2001/2002 ging die Erfolgsgeschichte von Kathrin Wilhelm weiter. Sie fuhr stark im Europacup und holte dort einige Top-Resultate. So gewann sie den Super-G in La Clusaz und wurde diverse weitere Male unter den ersten drei geführt. In der Endabrechnung reichte es in der Abfahrt sowie im Super-G zum zweiten Rang und auch in der Gesamtwertung wurde Wilhelm Zweite. Durch diese guten Leistungen stieg Wilhelm auch in den A-Kader des ÖSV auf.

Top Ten im Weltcup
In der Folgesaison sollte dann der Durchbruch auch im Weltcup gelingen, doch dies ist naturgemäß nicht leicht. Der Start in den Winter aber war sehr verheißungsvoll, denn Wilhelm erzielte im Dezember 2002 den zehnten Rang und war happy. Zum ersten Mal gelang ihr im Weltcup der Sprung in die Punkteränge und dann gleich eine Top Ten-Platzierung. Es folgten noch ein 17. und ein 18. Rang im Weltcup und damit hatte Wilhelm nun auch bei den 'Großen' Erfolge vorzuweisen.

Vier Siege im Europacup
In der nächsten Saison wollte Wilhelm dann öfter die Top Ten angreifen, doch dieser Plan ging nicht ganz auf. Sie schaffte zwar zweimal einen 13. Rang, doch bei dem starken ÖSV-Team ist das fast nicht genug. So fuhr die Österreicherin ab Januar vermehrt im Europacup mit und da in den Disziplinen Super-G und Riesenslalom. Dies zahlte sich aus, denn Wilhelm fuhr von Januar bis März 2004 vier Siege im Super-G heraus und belegte in der Super-G-Wertung den ersten Platz. Damit hatte sie sich ihren Platz für die Saison 2004/2005 im Team gesichert.

Zum ersten Mal Rückschläge
In der nachfolgenden Saison musste Wilhelm zum ersten Mal einige Rückschläge hinnehmen. Sie schaffte im Weltcup keinen einzigen Platz unter den ersten 15 und auch im Europacup lief es nicht nach Wunsch. Ihre beste Platzierung im Weltcup war der 23. Rang gleich zum Auftakt in Lake Louise.

Erneut stark im Europacup
Doch in der Saison 2005/2006 war Wilhelm im Europacup wieder sehr stark unterwegs. Sie zeigte dort konstant gute Leistungen und wurde da mit einem zweiten Platz in der Super-G-Wertung und dem zweiten Rang in der Gesamtwertung belohnt. Damit sicherte sich die Österreicherin auch einen Fixplatz für die Saison 2006/2007. Doch auch im Weltcup schaffte sie ihr bis dato bestes Resultat. Beim Super-G in St. Moritz reichte es zum achten Platz und dem zweiten Top Ten-Rank ihrer Karriere sowie dem elften Platz beim Super-G in Bad Kleinkirchheim.

Steckbrief
Geboren: 08.06.1981 in Sölden
Nation: Österreich
Heimatverein: Skiclub Sölden
Größe: 174 cm
Gewicht: 66 kg

Erfolge
Ihre ersten Weltcup-Punkte feierte Kathrin im Dezember 2002 in Lake Louise (CAN). Dort erreichte sie den zehnten Platz. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
8. Platz Super-G in St. Moritz (SUI) 2006
10. Platz Abfahrt in Lake Louise (CAN) 2002