Seit 1998 macht Andreas Buder als ÖSV-Speedfahrer auf sich aufmerksam - allerdings hat er sich bei der starken Konkurrenz in Österreich noch nicht für ein Großereignis empfehlen können. Auch im Weltcup-Team stand er in den letzten Jahren nicht immer.

Erste Erfolge 1998
Mit 18 Jahren stand das Talent erstmals aus der 4.300-Seelen Gemeinde Scheibbs in Niederösterreich erstmals im Europacup-Kader der Österreicher. Die ersten Super-G und Abfahrtsrennen in der Saison 1996/1997 waren jedoch zu nicht mehr gut, als Wettkampfluft zu schnuppern. Im Folgejahr sollten sich aber gleich erste Erfolge für Buder einstellen. In Piancavallo (ITA) fuhr er zu seinem Saisonauftakt direkt auf Rang fünf vor. Im Februar folgen die Junioren-Weltmeisterschaften in Megeve (FRA), bei denen der Österreicher sich den Abfahrtstitel sicherte und auch im Super-G Siebter wurde. Bei den Weltcup-Finals in Crans Montana (SUI) hatte Buder dann seinen Weltcup-Einstand, bei dem er als 19. der Weltcup-Finals die Punkteränge nur knapp verpasste.

Rückschlag: Saison verpasst
Leider konnte Buder an diese Erfolge in der Folgesaison nicht anknüpfen. Verletzungsbedingt verpasste er die ganze Rennserie 1998/1999 und stand erstmals am 29. November 1999 wieder bei einem FIS-Rennen auf Skiern. Buder musste sich über den Europacup wieder an seine Leistungsgrenze herantasten und fuhr dort über die Saison sechsmal unter die besten Zehn. In Chamonix durfte er einmal im Weltcup starten und fuhr als 28. in die Punkteränge. In der Saison 2000/2001 erging es Buder nicht viel besser. Er kam wieder nicht ins Weltcup-Team und fuhr auch im Europacup nur selten auf das Siegerpodest.

Europacupsieg in der Abfahrt
Ganz anders lief es in der Saison 2001/2002. Buder war wieder nur im Europacup gemeldet, trat dort aber als Siegläufer auf und holte sich den Gesamtsieg in der Abfahrtswertung. 2002 konnte er auch erstmals die nationalen Titelkämpfe in Super-G und Abfahrt für sich entscheiden. Damit hatte er sich seinen Weltcup-Platz im Abfahrtsteam des ÖSV vorerst gesichert. 2002/2003 kam der Österreicher dann viermal in die Punkte, in Gröden holte er mit Platz neun sein bisher bestes Resultat. Doch das reichte im starken Team der Alpenrepublik nicht aus - Buder musste zurück in den Europacup.

Zwei Jahre arbeiten für den Weltcup-Startplatz
Es folgten zwei Jahre, in denen Buder erneut über den Europacup versuchte, sich für den Weltcup zu qualifizieren. 2003/2004 reichte es nur zu Gesamtplatz vier im Super-G und sechs in der Abfahrt, 2004/2005 konzentrierte sich der nun 26-Jährige wieder auf seine Lieblingsdisziplin und wurde in der Königsklasse Zweiter - erneut hatte er das Weltcup-Ticket für eine Saison gelöst. Außerdem gewann er im Pitztal erneut die nationale Meisterschaft im Super-G.

Podestplatz in Garmisch - Olympia knapp verpasst
In seiner zweiten Weltcup-Saison konnte Buder nur in einem Rennen keine Zähler einfahren, und betätigte sich sonst erfolgreich als Punkte-Eichhörnchen. Allerdings hatte er auch ein absolutes Spitzenresulatt: Auf der schwierigen Kandahar-Abfahrt in Garmisch komplettierte er ein rein österreichisches Podest als Dritter und schaffte so fast noch den Sprung in das ÖSV-Olympia Team. Am Ende belegte er im Abfahrts-Weltcup Rang 16 und wird nun hoffen, nicht erneut in die Europaliga abgeschoben zu werden, zumal er sich in Altenmarkt noch einmal zum österreichischen Abfahrtsmeister küren konnte.

Steckbrief:
Geboren: 22.05.1979 in Scheibbs
Nation: Österreich
Heimatverein: SC Göstling-Hochkar
Größe: 185 cm
Gewicht: 90 kg
Hobbies: Sport, Kochen, Faulenzen, Motorrad
Web: www.andreasbuder.at

Erfolge:
Am 13. März 1998 fuhr Andreas Buder bei seinem Weltcup-Debüt in Crans Montana (SUI) direkt auf Platz 19. bei der dortigen Abfahrt. Es folgt ein Überblick über die weiteren Erfolge des Österreichers. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
16. Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2006
6. Abfahrt Val d`Isere (FRA) 2007
3. Abfahrt Garmisch-Partenkirchen (GER) 2006
Drei Top-Ten Platzierungen

Europacup:
1. Abfahrts-Europacup 2002
2. Abfahrts-Europacup 2005