In der Schweiz hat sich am Sonntag, den 30. April eine Familientragödie abgespielt. Die ehemalige Weltcup-Fahrerin Corinne Rey-Bellet und ihr Bruder wurden erschossen, auch Rey-Bellets Mutter wurde schwer verletzt.

Ehemann unter Tatverdacht
Nach den derzeitigen Ermittlungen der Polizei ist der Mann des 33-jährigen Opfers, Gerold Stadler, der Haupttatverdächtige. Stadler ist derzeit flüchtig. Er soll nach einem Beziehungsstreit gegen 21:30 Uhr die Waffe gegen seine Frau und deren Bruder gerichtet haben. Die Mutter der beiden Opfer wurde ebenfalls von fünf Kugeln getroffen, ihr Zustand ist aber nicht lebensdrohlich. Sie hatte sogar noch den Notarzt telefonisch verständigen können. Nicht verletzt wurde der zweieinhalbjährige Sohn des Ehepaares, Kevin.

Augenzeuge sah Stadler fliehen
Gestützt wird diese Tatversion von einem Augenzeugen, der Stadler mit einer Waffe in der Hand vom Tatort hatte flüchten sehen. Inzwischen wurde der Fluchtwagen mit dem leeren Magazin einer Pistole von der Polizei sichergestellt. Vor wenigen Tagen hatten sich die Eheleute Rey-Bellet und Stadler getrennt. Daraufhin war der Skistar zunächst zu ihren Eltern gezogen.

Tausende kondolieren auf Star-Homepage
Corinne Rey-Bellet konnte als größten Erfolg die Silbermedaille in der WM-Abfahrt 2003 in St. Moritz gewinnen. Fünfmal stand sie bei Speed-Rennen im Weltcup ganz oben, 15 Mal erreichte sie das 'Stockerl'. Nicht nur in der Schweiz löste die Nachricht tiefe Betroffenheit aus. Tausende Internet-User nutzten bereits die Möglichkeit, auf der Homepage des Stars den Angehörigen ihr Mitgefühl auszudrücken.