Steven Nyman stammt aus Utah, wo er aufwuchs und bereits mit zwei Jahren auf Skiern stand. Mit sieben begann er, Jugendrennen zu fahren. Sein Vater konnte ihn dabei als Leiter der Skischule seines Heimatvereins, Park City SKI ED Foundation, nach Kräften unterstützen. Ursprünglich ein Slalomfahrer entwickelte er erst nach und nach sein Talent für die schnellen Disziplinen.

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2006/2007. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden.

Platz 15 beim Weltcup-Einstand
2002 konnte Nyman erstmals für Aufsehen sorgen. Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Tarvisio (ITA) holte er Gold im Slalom und Silber in der Kombination. Dadurch kam Nyman 2002 auch zu seinem ersten Weltcup-Auftritt - er hatte sich im Slalom für das Weltcup-Finale in Zauchensee qualifiziert und konnte gegen die dortige Elite einen 15. Platz erreichen.

US-Meister in der Abfahrt
Nach dem ersten Erfolg folgte der erste Rückschlag. Beim Skateboarden brach sich Nyman im Sommer 2002 das linke Wadenbein und verpasste so den Großteil der Vorbereitung auf die kommende Ski-Saison. Nach einigen mäßigen Ergebnissen in Europacup- und Nor-Am Cuprennen überraschte er einmal mehr, als er am Ende der Saison die US-Meisterschaften in der Abfahrt gewann - unter anderem vor Top-Star Bode Miller.

Zweiter Beinbruch in Zauchensee
Nach einigen Erfolgen im Nor-Am Cup ging es für Nyman Anfang 2004 nach Europa, wo er am 21. Januar in Zauchensee (AUT) eine Europacup-Abfahrt gewann und sich einen Tag später auf der gleichen Strecke das rechte Schienbein brach. Daraufhin war die Saison frühzeitig beendet. Im Folgejahr war Nyman aber wieder da und holte sich Platz zwei in der Abfahrtswertung der Nordamerikaserie. Bei den US-Meisterschaften gelang es ihm, den Coup von 2003 zu wiederholen und sich zum zweiten Mal zum Abfahrtsmeister zu krönen.

Rückmeldung im Weltcup
Nach dem furiosen Weltcup-Start 2002 konnte der Amerikaner im November 2005, dreieinhalb Jahre später, wieder im Weltcup punkten. Diesmal allerdings in der Abfahrt, nicht mehr im Slalom. In Lake Louise (CAN) belegte er zum, Auftakt Rang 14. Es folgten weitere gute Platzierungen, bis Nyman im Januar bei der legendären Hahnenkamm-Kombination erstmals unter die Top-Ten vorstieß - er wurde Sechster. Sechs Tage später raste er in Garmisch auf der Kandahar zu Platz vier. Damit hatte er auch seine erste Olympia-Teilnahme gesichert. In Sestriere kam er über die Rang 19 in der Abfahrt aber nicht hinaus.

Gläubig und selbstbewusst
Steven Nyman ist nicht der typische US-Sunnyboy. Der gläubige Mormone isst am liebsten Spinat, hat ein Waisenhaus auf Haiti mit aufgebaut und unterstützt eine Stiftung, die Kinder unterstützt, die an AIDS erkrankt sind. Über eine Zeit von zwei Jahren war er mit US-Rennfahrerin Julia Mancuso liiert. Nyman hat sich selbst sportlich nur die höchsten Ziele gesetzt: Unter anderem will er Weltmeister, Olympiasieger und Gesamt-Weltcupsieger werden.

Steckbrief
Geboren: 12.02.1982 in Provo, Utah
Nation: USA
Heimatverein: Park City SKI ED Foundation
Größe: 193 cm
Gewicht: 93 kg
Hobbies: Wandern, Biken, Zelten, Zeichnen, Lesen

Erfolge
Steven Nyman gab einen furiosen Weltcup-Einstand beim Weltcup-Finale 2002 in Altenmarkt-Zauchensee (AUT). Dort wurde er direkt 15. im Slalom. Später hatte er in den Speed-Disziplinen mehr Erfolg. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH: (19), SG (43), K (29)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): DH (21), K (9), SG (12)

Weltcup:
8. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Riesenslalom 2007
4. Platz Abfahrt Garmisch Partenkirchen (GER) 2006
Zwei Top-Ten Ergebnisse
1. Platz Abfahrt Gröden (ITA) 2006

Nor-Am Cup:
Platz 2 Abfahrts-Gesamtwertung 2005