Schon mit vier Jahren stand Stacey Cook auf Skiern, als sie mit ihrem Vater in Lake Tahoe im Schnee unterwegs war. Mit zehn Jahren bekam sie ein Stipendium zum Northstar Racing Programm und die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und sie gewann ihr erstes Rennen. Ihre Lieblingsdisziplinen sind Abfahrt und Super-G, denn Cook mag das hohe Tempo und die Trainingsläufe.

Erfolge im NorAm-Cup
Was bei den europäischen Athleten der Europacup ist, ist in Nordamerika der NorAm Cup. Dort sind die Stars von morgen zu sehen und auch Cook feierte ihre ersten überragionalen Erfolge dort. In der Saison 2002/2003 gewann sie mit 18 Jahren ihr erstes Rennen in dieser Serie, damals eine Abfahrt in Lake Louise und wurde Zweite im Super-G an gleicher Stelle.

Sieg in der NorAm-Gesamtwertung
Nur eine Saison später schlug die US-Amerikanerin im NorAm-Cup so richtig zu. Sie gewann insgesamt vier Abfahrten und sicherte sich überlegen den Sieg in der Abfahrts-Wertung sowie in der Gesamtwertung der Serie. Aufgrund dieser guten Leistungen wurde Cook dann Ende Januar 2004 zum ersten Mal im Weltcup eingesetzt. Dort schaffte sie in Haus bei der Doppelabfahrt den 32. bzw. 41. Platz und verpasste ihre ersten Weltcup-Punkte nur um sieben Hundertstel Sekunden.

Erst Pech dann Siege in Lake Louise
In der nächsten Saison nahm sich Cook vor, endlich die heiß ersehnten Weltcup-Punkte zu ergattern. Der Start in den Winter war in Lake Louise aber erneut vom Pech geprägt. Bei den beiden Abfahrten in Kanada verpasste sie erneut als 31. bzw. 32. nur um wenige Hundertstel die Punkteränge. Doch Cook blieb noch einige Tage länger vor Ort und bestritt zwei NorAm-Cup Rennen und gewann beide ausgetragenen Super-G-Wettbewerbe in Lake Louise und holte sich so Selbstvertrauen. Doch auch im weiteren Verlauf der Saison sollte es (noch) nicht zu Weltcup-Punkten reichen. Erschwerend kam allerdings hinzu, dass sie Anfang Januar 2005 einen schweren Sturz hatte und einige Wochen pausieren musste.

US-Meisterin 2006
Wesentlich besser verlief der Start in die Saison 2005/2006, als sie in Lake Louise endlich den Bann brach - und wie: Sie schaffte bei den beiden Abfahrten einen sensationellen achten und einen zehnten Rang und katapultierte sich mitten hinein in die Weltspitze. Cook fuhr in jenem Jahr ihre erste komplette Weltcup-Saison und konnte sich neben den Speed-Disziplinen auch im Riesenslalom etablieren und schaffte dort einen guten 15. Rang in Hafjell. Zur Belohnung ihrer guten Leistungen durfte Cook an den Olympischen Spielen in Turin teilnehmen und qualifizierte sich zum Ende der Saison auch noch für das Weltcup-Finale in Are. Und zum Abschluss der Saison konnte sie bei den US-Meisterschaften gar noch den Titel im Super-G gewinnen.

Steckbrief
Geboren: 03.07.1984 in Truckee, Kalifornien
Nation: USA
Heimatverein: Mammoth Mountain SKI Club
Größe: 160 cm
Gewicht: 66 kg
Hobbies: Jagd, Angeln, Wasser Ski, Mountain Biking, Stricken

Erfolge
Ihre ersten Weltcup-Punkte feierte Stacey im Dezember 2005 in Lake Louise (CAN). Dort erreichte sie den zehnten Platz. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH (19), GS (23)

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
8. Platz Abfahrt in Lake Louise (CAN) 2005
10. Platz Abfahrt in Lake Louise (CAN) 2005